Freitag: 8200 beim Marsch der Rückkehr

Sonntag, 10. Februar 2019 |  NAI Redaktion

Auch am vergangenen Freitag versammelten sich wieder mehrere Tausend Araber aus dem Gazastreifen zu dem mittlerweile traditionellen “March der Rückkehr” am Grenzzaun. Dabei wurden wieder Reifen angezündet und Steine und Sprengsätze auf israelische Sicherheitskräfte geworfen.

(Foto: Abed Rahim Khatib/ Flash90)

Um die 8200 Menschen sollen an diesem Wochenende an dem “March der Rückkehr” teilgenommen haben, wie die israelische Armee erklärte. Auf den Bewurf von Steinen und Sprengsätzen, die zum Glück nicht die andere Seite des Grenzzaunes erreichten, antwortete die israelische Armee mit Mitteln zur Auflösung von Unruhen und eröffnete das Feuer den Einsatzregeln zur Folge.

Dabei sollen der Hamas zufolge zwei arabische Jugendliche ums Leben gekommen sein, weitere 17 seien durch Schüsse verletzt worden. Die israelische Armee äußerte sich nicht zu den Meldungen bezüglich der Todesfälle.

Hamas benutzt Leiche

Bei einem der Toten soll es sich um den Enkel der Schwester von Hamas-Führer Ismael Haniye handeln. Vor der Beerdigung wurde die Leiche des Jugendlichen in eine Schule gebracht, wo die Schüler dazu aufgefordert wurden, sie zu küssen. Viele der Schüler brachen dabei in Tränen aus.

Dies wurde seitens der Fatach scharf kritisiert. Dies sei unwürdig und nicht religiös. Die Hamas wurde beschuldigt, den Tod des Jugendlichen auf die zynischste Weise auszunutzen. “Die Hamas handelt mit allem, was verboten ist”, heißt es unter anderem auf der Facebookseite der Fatach.

Auch ein arabischer Journalist sprach sich gegen die Vorgehensweise der Hamas aus. Es würde eine seelische Belastung für die Schüler darstellen. Die Ehre des Menschen sei verletzt worden. Auch innerhalb des Gazastreifens gab es Kritik gegen die Hamas, äußerte diese jedoch nicht öffentlich, aus Angst deswegen später verfolgt zu werden.

Als Reaktion auf die Kritik veröffentlichte das Bildungsministerium der Hamas eine Erklärung, wonach die Leiche des Jugendlichen mit Gewalt von den Teilnehmern an der Beerdigung in die Schule gebracht worden sei, ohne das dies mit dem Schuldirektor abgesprochen worden sei. Auch handele es sich bei der Schule nicht um die Schule des Jungen. Der Direktor habe versucht, mit seinem Körper das Eindringen der Gruppe mit der Leiche zu verhindern. “Aus Sorge um das Wohl der Schüler”, so die Erklärung der Hamas.

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