Palästinenser beschuldigen USA der "Verschwörung" wegen Friedensvermittlung gegen ihren Willen

Sonntag, 10. Februar 2019 |  Ryan Jones

Die palästinensische Autonomiebehörde hat am Donnerstag die Regierung von US-Präsident Trump der "Verschwörung" beschuldigt, da sie einen Friedensvertrag vermitteln würde, der nicht allen Forderungen der Palästinenser erfülle.

Aus demselben Grund sind die meisten Israelis davon begeistert, dass Donald Trump nun den israelisch-arabischen Friedensprozess steuert.

Am kommenden Mittwoch und Donnerstag (13. bis 14. Februar) veranstalten die Trump-Regierung zusammen mit der polnischen Regierung eine Nahost-Friedenskonferenz in Warschau. Dazu wurden Regierungsminister aus der ganzen Welt und vor allem aus dem Nahen Osten eingeladen.

Auf der Gästeliste fehlte die Palästinensische Autonomiebehörde, die immer wieder ein von Trump angeführtes amerikanisches Friedensabkommen zwischen Israel und den Arabern abgelehnt hatte.

In ähnlicher Weise lehnten die Palästinenser alle möglichen Ergebnisse der kommenden Friedenskonferenz ab und bezeichneten sie als "eine amerikanische Verschwörung, die die Teilnehmer dazu bringen sollte, die Ansichten der USA zu Fragen der Region, insbesondere der Palästina-Frage, zu übernehmen".

Die Trump-Regierung hat ihrerseits deutlich gemacht, dass sie sich nicht dafür entschuldigen werde, sie sich im Friedensprozess im Nahen Osten auf die pro-israelische Seite gestellt hat, und merkte an, dass der bisherige Versuch, bei den Friedensbemühungen beiden Seiten gleichermaßen entgegen zukommen, kläglich gescheitert sei.

"Wir glauben nicht, dass wir, um an einem Friedensabkommen zu arbeiten, beide Seiten gleichermaßen beachten müssen, indem wir nur etwas über Israel sagen können, wenn wir gleichzeitig auch etwas über die Palästinenser sagen", sagte ein hochrangiger US-Beamter der Times of Israel.

"Es ist nicht nur so, dass es nicht funktioniert, wir glauben auch nicht, dass es richtig ist. Wir sagen, was wir denken; wir sprechen die Wahrheit. Die Wahrheit kann für manche Menschen unangenehm sein. Aber wir können den Konflikt nicht lösen, ohne offen und ehrlich zu sein." fügte er hinzu.

Zwanzig Jahre lang hatten amerikanische Regierungen gegen palästinensische Empfindlichkeiten Rücksicht genommen und es war der palästinensischen Autonomiebehörde erlaubt, unterzeichnete Friedensabkommen systematisch zu verletzen und Gesten und Voraussetzungen zu fordern, die in der Realität von keiner israelischen Regierung akzeptiert werden könnten.

FOTO: Palästinensische Demonstranten in Nablus (biblisches Schechem) verbrennen einen Sarg mit den Bildern des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu und US-Präsident Donald Trump. (Nasser Ishtayeh / Flash90)

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