Abbas gegen israelischen Supermarkt-Magnaten

Sonntag, 3. Februar 2019 |  NAI Redaktion

Am vergangenen Donnerstag trafen sich im Amtssitz des Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah, des sogenannten “Mukata”, Mitglieder des Forums “Breaking the Impasse” (“Aus der Sackgasse kommen) mit Mahmud Abbas.

Auch der sehr erfolgreiche israelische Geschäftsmann und Eigentümer einer der grössten Supermarktsketten im Land, Rami Levi, ist Mitglied dieses aus Akademikern und Geschäftsleuten bestehenden Forums, das sich für die politischen Verhandlungen über die “Zweistaatenlösung” einsetzt.

Doch Rami Levi konnte an dem Treffen in Ramallah nicht teilnehmen, wie die israelische Zeitung “Jediot Achronot” berichtete. Denn kurz vor dem vereinbarten Treffen teilten Vertraute von Palästinenserchef Mahmud Abbas mit, das Rami Levi von der Teilnehmerliste gestrichen sei. Den übrigen Teilnehmern wurden zwei Möglichkeiten gegeben.Sie konnten entweder auf die Teilnahme Rami Levis verzichten oder das treffen absagen.

Sie entschieden sich für das Letztere. Ein Mitglied des Forums erklärte, man habe sich darauf geeinigt, dass Rami Levi an einem alleinigen Treffen teilnehmen könnte.

Doch warum will man Rami Levi nicht in Ramallah sehen? Er hat sich immer für eine Koexistenz beider Seiten, Juden und Araber, eingesetzt. Dafür errichtete er er Supermärkte und Einkaufszentren in Judäa und Samaria, wo Juden und Araber zusammen arbeiten und einkaufen.

Nun hat er vor kurzer Zeit ein Einkaufszentrum in Atarot errichtet, das sich besonders an die arabische Bevölkerung wendet. Auch die, die später vielleicht in einem Teil eines zukünftigen Palästinensischen Staates leben würden. Das scheint der Autonomiebehörde und Mahmud Abbas zu viel zu sein. In der Mitteilung, das Rami Levi nicht an dem Treffen teilnehmen darf, wurde er als “Siedler” bezeichnet.

Soviel also zum Willen der Palästinensischen Autonomiebehörde für eine friedliche Koexistenz beider Seiten.

Archivbild: Koexistenz. Der Supermarkt in Gush Etzion zieht arabische und jüdische Käufer gleichermaßen an. Auch die Angestellten bestehen aus Juden und Arabern (Foto: Nati Shohat/Flash90)

Eröffnung des neuen Einkaufszentrums von Rami Levi in Atarot

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