Vier Jugendliche aus der Haft entlassen

Donnerstag, 10. Januar 2019 |  NAI Redaktion

Am Sonntag berichteten wir über die Festnahme von insgesamt fünf jüdischen Jugendlichen durch den israelischen Sicherheitsdienst wegen des Verdachts an dem Steinwurf auf das Auto einer arabischen Mutter von neun Kindern beteiligt gewesen zu sein, was zum Tod der Frau führte. Während ihrer Vernehmung war es den Jugendlichen nicht gestattet, sich mit einem Rechtsanwalt zu treffen. Auch die Art und Weise, wie die noch minderjährigen Jugendlichen verhört wurden, stieß auf scharfe Kritik. Heute wurden vier von ihnen nach Hause geschickt, wo sie nun unter Hausarrest stehen.

Rechtsanwalt Chai Haber von der Honenu Organisation, die einige der Jugendlichen vertritt, sagte nach der Entscheidung, vier von ihnen unter Hausarrest zu stellen: “Wie erwartet, hat der Sicherheitsdienst (Shin Bet) des Gericht darüber informiert, das er vier der fünf Verdächtigen aus der Haft entlassen wollen. Wir sind natürlich glücklich darüber, aber wir werden eine Untersuchung einleiten, wie der Sicherheitsdienst in eine derartige Situation gelangen konnte, in der er Unschuldige so scharf verhörte und die Aufschreie der Familien und Anwälte ignorierte. Den jungen Jugendlichen wurde ein großer emotionaler Schaden zugefügt.”

Itamar Ben-Gvir, der Anwalt eines der Verdächtigen, sagte, dass er vom ersten Moment nicht glaubte, dass der Verdacht ernst zu nehmen sei. “Ich verstehe nicht, wie die Festnahme von der Staatsanwaltschaft genehmigt wurde, obwohl es von Anfang an klar war, dass es keinen Zusammenhang zwischen den Verdächtigen, einschließlich meines Klienten, und der Beteiligung an der tat gab. Mein Klient stand 12 Tage lang unter ernsten Verhören,durch er traumatisiert wurde. Wer wird ihn dafür entschädigen? Ich verlange, dass sich der Sicherheitsdienst seine Verhörmethoden untersucht. Ich bin davon überzeugt, dass innerhalb kürzester Zeit alle Inhaftierten freigelassen werden.”

Ein weiterer Anwalt von Honenu, Adi Kedar, verlangte von der Polizei und dem Sicherheitsdienst, sich vor den Jugendlichen und deren Eltern zu entschuldigen.

Der Sicherheitsdienst reagierte auf die Aussagen der Rechtsanwälte und betonte, dass sämtliche Vernehmungen under juristischer Aufsicht der Staatsanwaltschaft und der Gerichte durchgeführt worden seien. Auch sei den Verdächtigen alle vom Gesetz geforderten Bedingungen ihrem Alter und Glauben entsprechend gegeben worden.

Die Haft eines der Verdächtigen sei heute um weitere sechs Tage verlängert worden, erklärte der Sicherheitsdienst. Auch könnte es sein, dass einige der sich nun unter Hausarrest stehenden anderen Verdächtigen vernommen werden könnten.

Bild: Die Rechtsanwälte Itamar Ben Gvir und Adi Kedar (Foto: Avi Dishi/Flash90)

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