Soldat bei Übung ertrunken

Dienstag, 8. Januar 2019 |  Dov Eilon

Eviatar Yosefi, ein 20 Jahre alter israelischer Soldat, ist gestern während einer Übung im Norden des Landes tödlich verunglückt. Er war bei dem Versuch, während einer Solo-Navigationsübung einen Wasserstrom zu überqueren, in das Wasser gefallen und ertrunken. Nun werden die Hintergründe der Tragödie untersucht.

Trotz des stürmischen und regnerischen Wetters wurden die Soldaten des Aufklärungsbataillons einer Fallschirmjäger-Brigade gestern zu einer Navigationsübung in der Nähe von Karmiel geschickt. Es war eine Solo-Übung, jeder Soldat war auf sich gestellt, den Weg zum vorgegebenen Ziel zu finden. Zusammen mit einem weiteren Soldaten erreichte Eviatar den Hilazon-Strom, der sich durch den strömenden Regen immer mehr mit Wasser füllte, was ein Überqueren immer schwieriger machte.

Während es dem anderen Soldaten gelang, den Strom zu überqueren, rutschte Eviatar ab und fiel ins Wasser. Der zweite Soldat warf ein Seil ins Wasser, doch Eviatar konnte es nicht ergreifen. Dann wurde er von den Wassermassen weggespült.

Die Suche nach ihm dauerte ungefähr anderthalb Stunden. Es war die Rettungseinheit 669 der Luftwaffe, die ihn schließlich 100 Meter von dem Punkt entfernt fand, an dem er den Strom überqueren wollte. Leider war es zu spät. Noch auf dem Weg zum Krankenhaus wurde sein Tod festgestellt.

Eviatar Yosefi (Facebook)

Nach dem Unglück wurden sämtliche militärische Trainings-Übungen eingestellt. Der Vorfall soll nun von einer Expertengruppe untersucht werden.

Ein Sprecher der Armee erklärte, dass die Navigation bei den gestrigen Wetterbedingungen möglich gewesen sei. Dem Wetterbericht zufolge, hätte es erst am nächsten Morgen zu regnen beginnen sollen. Jetzt soll der Strom untersucht werden. Auch möchte man prüfen, wie es zu dem Fall des Soldaten kommen könnte und ob er vielleicht von einem Gegenstand getroffen wurde.

“Es ist ein sinnloser Tod, und wir werden die nötigen Konsequenzen ziehen”, sagte der Sprecher.

Eviatar Yosefi ist in Tel Aviv aufgewachsen und lernte in einer Jeshiva in Bnei Brak. Der Leiter der Jeshiva, Rabbiner Waxel sagte, dass Eviatar immer ein Lächeln auf seinem Gesicht gehabt hätte. Er habe den Lehrern und seinen Freunden immr seine Hilfe angeboten. Man habe sich auf ihn verlassen können.

Noch gestern Abend ist Eviatar Yosefi ist noch gestern auf dem Militärfriedhof Kiriat Shaul in Tel Aviv beigesetzt worden. Mehrere hundert Menschen , darunter seine Familie, Freunde und Kameraden der Armee, begleiteten ihn auf seinem letzten Weg.

(Foto: Flash90)

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