Israel fordert amerikanische Anerkennung der Souveränität über die Golanhöhen

Montag, 7. Januar 2019 |  NAI Redaktion

Die letzte Aussage von US-Präsident Donald Trump bezüglich des amerikanischen Rückzuges aus Syrien, wonach er Iran in Syrien machen könne, was er wolle, hat in Israel Unbehagen ein Gefühl des Unbehagens ausgelöst. Gestern traf sich Trumps Sicherheitsberater John Bolten mit Ministerpräsident Netanjahu, um zu beruhigen. "Die USA werden sich nicht aus Syrien zurückziehen, bevor wir die Sicherheit Israels gewährleisten können“, sagte er während seines Treffens mit dem israelischen Ministerpräsidenten in Jerusalem.

Bolton sagte, dass der Rückzug der USA aus dem Nordosten Syriens so durchgeführt würde, dass die Sicherheit Israels gewährleistet sei und die Terrorgruppen des Islamischen Staates nicht mehr in der Lage sein würden, sich wieder aufzubauen und erneut eine Bedrohung zu sein.

Während einer gemeinsamen Erklärung mit Netanjahu im Amtssitz des Ministerpräsidenten sagte Bolton auch, das US-Präsident Trump Israels Recht auf Selbstverteidigung unterstütze und warnte andere Länder: „Ich möchte jedem Land, ob in der Region oder außerhalb, das die amerikanische Unterstützung Israels und sein Recht auf Selbstverteidigung anzweifelt, sagen, noch einmal darüber nachzudenken."

Ministerpräsident Netanjahu nutze das Treffen mit Bolton, um von den Vereinten Staaten die Anerkennung der israelischen Souveränität über den Golanhöhen zu fordern. Das Thema hatte er bereits bei früheren Gesprächen mit Präsident Trump und auch bei seinem letzten Treffen mit US-Außenminister Mike Pompeo in Brasilien angesprochen. In einem Artikel der israelischen Tageszeitung Jediot Achronot wird erwähnt, das Israel dieses Thema gerade jetzt ins Gespräch bringe, um von den Amerikanern damit eine Entschädigung für den Abzug der US-Truppen aus Syrien zu bekommen. Allerdings würde man auf israelischer Seite die Forderung der Anerkennung der Souveränität über den Golanhöhen nicht gerne als „Entschädigung“ bezeichnen.

Netanjahu sagte zu Bolton: "Wenn es das Wetter uns erlaubt, werden wir morgen zu den Golanhöhen hinauffahren, die Golanhöhen sind sehr wichtig für unsere Sicherheit. Wenn Sie dort sind, werden Sie verstehen, warum wir uns niemals von den Golanhöhen zurückziehen werden und warum es für alle Länder wichtig ist, Israels Souveränität über die Golanhöhen anzuerkennen. Darüber habe ich auch mit dem Präsidenten gesprochen und ich hoffe, dass ich die Gelegenheit haben werde, Ihnen das morgen bei unserem Besuch dort zeigen zu können.“

Bild: Netanjahu empfängt US-Sicherheitsberater Bolton in seinem Amtssitz (Foto: Matty Stern/US-Botschaft Jerusalem

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