Jüdische Jugendliche des Mordes an Araberin verdächtigt

Sonntag, 6. Januar 2019 |  Dov Eilon

Vor einigen Tagen wurde in den Medien berichtet, dass drei jüdische Jugendliche vom israelischen Sicherheitsdienst wegen das Verdachts der Beteiligung an jüdischen Terroraktivitäten festgenommen wurden. Über die gesamte Untersuchung des Sicherheitsdienstes wurde eine Nachrichtensperre verhängt. Es wurde viel spekuliert, um was für einen Vorfall, was für einen jüdischen Anschlag es sich handeln könnte. In einigen Medien wurde angenommen, dass es um den Brandanschlag in Duma ging, bei dem im Sommer 2015 ein Baby und seine Eltern ums Leben gekommen waren.

Die Festnahme der Jugendlichen wurde von den Eltern und vielen Bewohnern von Judäa und Samaria kritisiert. Besonders die Tatsache, dass die Untersuchungen des Sicherheitsdienstes völlig geheim gehalten wurde und es den Jugendlichen verboten war, sich mit einem Rechtsanwalt zu treffen, wurde scharf verurteilt. Gestern Abend gab es in Jerusalem vor dem Wohnsitz von Ministerpräsident Netanjahu eine Demonstration gegen die Festnahme der Jugendlichen (Foto oben: Noam Revkin Fenton/Flash90). Es wurden Plakate von jüdischen Opfern des arabischen Terrors hochgehalten. Auf einem anderen Plakat stand geschrieben: “Hört damit auf, unsere Kinder wie Terroristen zu behandeln!”

Doch heute wurde nun erlaubt, Einzelheiten über die Festnahme zu veröffentlichen. Die Jugendlichen wurden demnach nicht wegen des Brandanschlags von Duma festgenommen, sondern wegen des Verdachts, an dem Steinwurf vor etwa drei Monaten beteiligt gewesen war, bei dem die Araberin Aish al-Rawbi, eine Mutter von neun Kindern, ums Leben gekommen war. Sie war durch den Steinwurf auf ihr Auto tödlich verunglückt. Sofort nach dem Vorfall hatte der Sicherheitsdienst mit der Untersuchung begonnen, ob die Frau durch den Steinwurf jüdischer Siedler ums Leben gekommen war.

Das Opfer Aisha al Rawbi und das Innere ihres Autos nach dem Anschlag

Die Jugendlichen stehen unter Verdacht, die Steine auf das Auto der arabischen Frau geworfen zu haben. Sie stehen unter Verdacht, schwerwiegende terroristische Aktivitäten ausgeführt zu haben, darunter auch Mord. Insgesamt sind fünf jüdische Jugendliche in Haft, nachdem gestern zwei weitere Verdächtige festgenommen wurden.

Der Sicherheitsdienst erklärte, dass seine Organisation seit der ersten Festnahme ständigen Versuchen ausgesetzt sei, die Handlungen der Organisation und seiner Mitarbeiter zu delegitimieren. Der Geheimdienst werde auch weiterhin für die Vereitlung von Terroranschlägen kämpfen, ganz gleich, ob es sich dabei um jüdischen oder arabischen Terror handeln sollte. Im Laufe des Jahres habe der Sicherheitsdienst hunderte von versuchten Terroranschlägen in Judäa und Samaria vereiteln können, darunter auch geplante jüdische Terroranschläge. Es würde nach den Werten und für die Sicherheit des Landes gearbeitet werden, hieß es weiter. Auch wurde betont, dass den Verdächtigen alle dem Gesetz zufolge gebührenden Rechte gewährleistet würden.

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