ANALYSE: Alles, was Israel 2018 ertragen musste und erreicht hat

Dienstag, 1. Januar 2019 |  Yochanan Visser

(Video: Neujahrsfeiern in Israel)

Im vergangenen Jahr hat Israel einige schwierige Momente durchgemacht, während 2018 gleichzeitig historische Entwicklungen stattfanden, die dem jüdischen Staat und seinen Beziehungen zu anderen Ländern des Nahen Ostens Hoffnung, Aufregung und positive Veränderungen brachten.

Beginnen wir mit den positiven Entwicklungen.

Zweifellos war die Entscheidung von Präsident Trump, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen und ganz Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, aus historischer und diplomatischer Sicht das wichtigste Ereignis.

Nur die Entscheidung des ehemaligen US-Präsidenten Harry Truman, den Staat Israel nur elf Minuten nach der Unabhängigkeitserklärung durch den ersten israelischen Ministerpräsidenten David Ben Gurion im Mai 1948 anzuerkennen, steht in ihrer Bedeutung noch vor der Entscheidung Trumps.

Eine weitere positive Entwicklung an der diplomatischen Front war, dass die USA und einige andere westliche Länder sich schließlich dazu entschieden haben, gegen die Zahlung von Gehältern an Terroristen durch die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) vorzugehen.

Die PA gibt jährlich etwa 355 Millionen US-Dollar für Zahlungen an palästinensische Terroristen und ihre Familien aus.

Die USA beschlossen im Rahmen der „Taylor Force Akte“, die nach einem amerikanischen Touristen benannt wurde, der in Tel Aviv von einem palästinensischen Terroristen erstochen wurde, rund 215 Millionen Dollar an Hilfen an die PA einzubehalten.

Die Trump-Administration stellte auch die Finanzierung der Hilfsorganisation der Vereinten Nationen (UNRWA) ein. Diese UN-Organisation bietet Millionen von palästinensischen Flüchtlingen und ihren Angehörigen, die in Flüchtlingslagern im Libanon, in Syrien, Jordanien, Gaza und im sogenannten "Westjordanland" (Judäa und Samaria) leben, Hilfe und Bildung.

Dann gab es die Vereinten Nationen, die bewiesen haben, eine der anti-israelischsten internationalen Organisationen der Welt zu sein und Israel bei praktisch jeder Gelegenheit verurteilt.

Anfang Dezember stimmten jedoch 87 Staaten der UN-Generalversammlung, bei der die Anti-Israel-Front aufgrund der muslimischen Länder automatisch die Mehrheit hat, für eine Resolution, die die Hamas verurteilte, während 57 andere Nationen gegen die Resolution stimmten.

Der Antrag wurde von Nikki Haley eingereicht, der US-Botschafterin bei der UNO, die unermüdlich daran gearbeitet hat, die anti-israelische Voreingenommenheit der Vereinten Nationen zu bekämpfen und eine neue Strategie zu entwickeln, die darauf abzielt, die Heuchelei der Organisation in Bezug auf die Menschenrechte und den angeblichen "Kriegsverbrechen“ Israels aufzudecken.

Auch besserten sich im Jahr 2018 die Beziehungen zwischen Israel und den sunnitischen arabischen Ländern. Der saudi-arabische Kronprinz Mohammed Bin Salman machte pro-israelische Kommentare und andere Golfstaaten wie der Oman, die ihre Beziehungen zu dem jüdischen Staat nicht mehr geheim hielten.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu besuchte auch größtenteils muslimische Staaten wie den Tschad und Azerbaijan, wo er sagte, das Land sei ein Licht für das Zusammenleben von Muslimen und Juden.

Netanjahu war auch in Indien sehr erfolgreich und wurde dort sehr herzlich empfangen. Jetzt ist er in Brasilien, wo eine pro-israelische Regierung gewählt wurde.

Eine weitere positive Entwicklung im Jahr 2018 war, dass die Europäische Union endlich begann, gegen den aufkommenden Antisemitismus vorzugehen, der nach neuesten Studien ein besorgniserregendes Niveau erreicht hat.

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz legte dem Europäischen Rat eine Reihe von Vorschlägen vor, um die älteste Form von Rassenhass zu bekämpfen.

Im Sicherheitsbereich begann das Jahr mit einem großen israelischen Erfolg, als es einem 100 Mann starken Mossad-Team gelang, einen großen Teil des geheimen iranischen Atomarchivs vor den Nasen der Mullahs in Teheran zu stehlen. Die über 11.000 Dokumente und Disketten, die der Mossad nach Israel geschmuggelt hatte, zeigten, dass der Iran seinen Plan, Atomwaffen zu erhalten, nie aufgegeben hat.

Die Operation des Mossad wurde Anfang Mai von Netanjahu enthüllt, kurz bevor Präsident Trump beschloss, die Beteiligung der USA am Atomabkommen (JCPOA) zwischen dem Iran und den sechs Weltmächten zu annullieren und die strengen Sanktionen gegen die Islamische Republik wieder einzuführen.

Abgesehen von der amerikanischen Entscheidung, den JCPOA zu verlassen, führte die Enthüllung nicht zu einer wirklichen Änderung der internationalen Haltung gegenüber dem Iran, der versucht, sich bei einigen wichtigen arabischen Ländern wie dem Irak und Syrien zu verankern, und damit zunehmend die israelische Sicherheit bedroht.

Die zunehmende iranische Bedrohung von Syrien aus, wo der Bürgerkrieg zu einem regionalen Konflikt zwischen der Türkei, Russland, dem Iran, Israel, dem Irak und den USA wurde, führte dazu, dass Israel eine Reihe abschreckender militärischer Aktionen zur Zerstörung der iranischen militärischen Infrastruktur im Land durchführte.

Am 10. Mai startete die israelische Luftwaffe (IAF) zum Beispiel die „Operation Chess“, bei der eine große Anzahl israelischer Kampfflugzeuge mehr als 50 iranische Stützpunkte und Raketenanlagen in Syrien zerstörte.

Die Operation wurde notwendig, nachdem der Iran versucht hatte, die Grenzregion mit Israel auf den syrischen Golanhöhen zu übernehmen, und stand kurz davor, eine Landbrücke von Teheran über den Nordirak zum Mittelmeer zu bauen.

Der Iran versuchte später, einen Mehrfrontenkrieg mit Israel auszulösen, als er den palästinensischen Terrorgruppen in Gaza befahl, am 13. November eine beispiellose Anzahl von Raketen auf den Süden Israels abzufeuern.

Als die IAF mit 150 Luftangriffen reagierte, die die militärischen Fähigkeiten der Hamas und des Islamischen Jihad in Gaza dezimierten, wurde ein (vorübergehender?) Stopp im Raketenterror erreicht.

Der vom Iran finanzierte Terror an der Grenze zu Gaza in Südisrael sowie in Judäa und Samaria ist unvermindert geblieben und hat zu erneuten Forderungen nach einer Annexion der Westbank geführt, da sich die "Zwei-Staaten-Lösung" als Fantasie erwiesen hat .

Dann gibt es die Front entlang der libanesischen Grenze, an der die IDF Anfang Dezember ein Netzwerk von Angriffstunnel der Hisbollah entdeckt hatte.

Die Operation „Nördliches Schild“, wie die Erkennung und Zerstörung des Tunnelnetzes von der IDF genannt wurde, ist noch nicht abgeschlossen.

Die Entdeckung der Hisbollah-Angriffstunnel zeigt, dass die sogenannte „Widerstandsfront“ der vom Iran unterstützten Terrorgruppen und schiitischen Milizen Hunderte Millionen Dollar in die Zerstörung Israels investiert.

Es ist schwer vorherzusagen, was das Jahr 2019 bringen wird, aber eines ist sicher: Die Feinde Israels werden ihren Kampf gegen das, was sie als "Fremdkörper" im Nahen Osten betrachten, fortsetzen, während Israel weiter blühen wird, so wie wir es in der nun 70-jährigen Geschichte des jüdischen Staates gesehen haben.

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