Historischer Besuch aus Tschad

Montag, 26. November 2018 |  NAI Redaktion

(Foto: Marc Israel Sellem/POOL)

Gestern traf der der Präsident des afrikanischen Staates Tschad, Idriss Deby, zu einem Besuch in Israel ein. Es handelt sich dabei um den ersten offiziellen Besuch seit Ende der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Staaten im Jahr 1972.

Trotz Abbruch der diplomatischen Beziehung war der Kontakt zwischen den beiden Ländern nie vollständig abgebrochen. Es gab weiter geheime Kontakte, die meistens durch den Mossad unterhalten wurden. So wurden im Jahr 2005 einige Waffengeschäfte abgeschlossen. Schon damals war geplant, die Beziehung zwischen den beiden Ländern zu erneuern. Im vergangenen Jahr besuchte eine israelische Delegation des Außenministeriums das afrikanische Land mit dem Versuch, Präsident Debry zu einer Wideraufnahme der diplomatischen Beziehungen zu überzeigen, was jedoch nicht gelang.

Nach einem privaten Treffen im Amtssitz von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu begrüsste der israelische Gastgeber in einer gemeinsamen Pressekonferenz seinen Gast aus Afrika, aus einem Land mit einer muslimischen Mehrheit.

„Willkommen in Israel und in Jerusalem. Dies ist der erste offizielle Besuch des Präsidenten von Tschad nach einer langen Unterbrechung in unseren Beziehungen. Tschad ist ein sehr wichtiges Land in Afrika und auch sehr wichtig für Israel, wir haben den Kontakt nie abgebrochen“

„Wir wollen zusammen arbeiten im Kampf gegen den Terror. Wenn wir unserem Volk geben, was es verdient, Wasser, Sicherheit, dann kann eine Zusammenarbeit Ergebnisse bringen. Israel hat in der Vergangenheit mit afrikanischen Ländern in Wasserfragen zusammengearbeitet. Ich war in den letzten zwei Jahren dreimal in Afrika, in Ost und West-Afrika“, sagte Netanjahu.

„Ich möchte auch Zentral-Afrika besuchen“, fuhr er fort. „Ich hoffe, große israelische Unternehmen mitzunehmen und noch mehr, was das Leben der Menschen in Afrika verbessern kann. Israel kehrt nach Afrika zurück und Afrika kommt zurück nach Israel. Ich möchte Sie, Herr Präsident , zu Ihrer Führung gratulieren.“

Tschads Präsident Debry antwortete: „Dies ist ein historischer Besuch für Tschad und für Israel. Er erlaubt uns, ein neues Kapitel in unseren Beziehungen aufzuschlagen. Das reflektiert unsere Absicht eine neue Ära der Kooperation zu beginnen und als Ergebnis die Erneuerung der diplomatischen Beziehungen.“

Der Präsident aus dem mehrheitlich muslimischen Staat äußerte sich auch zum israelisch-palästinsischen Konflikt: „Die Erneuerung unserer Beziehungen, die ich mir persönlich sehr wünsche, wird nicht die Palästinenserfrage lösen. Ich habe selbst mehrfach vor den Vereinten Nationen erklärt, dass mein Land an einen Friedensprozess zwischen Israel und den Palästiensnsern interessiert ist. Der Friedensplan sollte die arabische Friedensinitiative widerspiegeln und die Vereinbarungen beider Seiten.“

Nach seinem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten wurde Präsident Debry auch vom israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin empfangen.

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