Israel Heute Morgen

Montag, 26. November 2018 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Als ich heute am frühen Morgen aus dem Haus ging, war es noch total dunkel draußen. So ist das eben , wenn man noch vor den Staus in Jerusalem sein möchte. Ich habe meine Strategie geändert und mich entschlossen, ab jetzt immer zur Busstation gegenüber der Stadtverwaltung zu fahren. Dort stelle ich das Auto ab und habe dann eine ganze Reihe von Bussen nach Jerusalem. Ich bin zeitlich dann einfach flexibler. Besonders wichtig ist das für mich nach der Arbeit. So muss ich nicht auf den einen Bus warten, der mich in meinen Stadtteil fährt, sondern kann jeden Bus nehmen, der nach Modiin fährt. Am Rathaus wartet dann mein Auto auf mich. Vielleicht habe ich dann wieder Mal die Gelegenheit, meine Stadt auch innerhalb der Woche mal im Tageslicht zu sehen. Denn schon kurz vor 17 Uhr ist jetzt schon dunkel.

Hier in Jerusalem scheint jetzt die Sonne, der Himmel ist fast wolkenlos. Auch gestern war das so, doch gegen Mittag wurde es dann wieder grau und es begann etwas zu tröpfeln. Und es war recht kühl. Das Thermometer zeigte 12 Grad. Als ich dann aber in Modiin aus dem Bus stieg, war ich von der angenehmen Temperatur überrascht. Ich schaute auf die Wetter-App meines Handys. In Modiin soll es gestern 21 Grad warm gewesen sein, ganze 9 Grad wärmer als im gerade mal 30 Kilometer entfernten Jerusalem. Der Pullover war dann ganz schnell wieder in meiner Tasche. Dort kann er eigentliche auch erst einmal bleiben, denn in den nächsten Tagen soll es auch hier in Jerusalem deutlich wärmer werden. Wir haben ja auch erst Ende November.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt mit einem leichten Anstieg der Temperaturen. Im Norden und an der Küste kann es bis mittags zu leichten Regenschauern kommen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 18 Grad, Tel Aviv 22 Grad, Haifa 20 Grad, Tiberias am See Genezareth 22 Grad, am Toten Meer 25 Grad, Beersheva 22 Grad, Eilat am Roten Meer 25 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt weiterhin bei -214.64 m unter dem Meeresspiegel.

In den letzten Wochen wurde die Busstation, von wo aus ich immer zurück nach Modiin fahre, komplett neu aufgebaut. Sie ist jetzt etwas grösser und hat eine elektronische Informationstafel, die es schon an sehr vielen Busstationen gibt. Die Tafeln informieren uns, wann der nächste Bus einer bestimmten Linie und eintrifft und auch der Bus danach. Ich persönlich benutze seit langem eine App dafür, aber nicht jeder hat sie und man muss schließlich auch an die Menschen denken, die noch nicht so mit dem digitalen Zeitalter vertraut sind. Und dann sah ich, dass sich die Anzeigesprache alle paar Minuten ändert. Nach Hebräisch folgte Englisch, danach wieder Hebräisch und dann, ob Sie es glauben oder nicht, auf Arabisch. So ist das eben in einem Land, das seine arabischen Mitbürger diskriminiert und benachteiligt, besonders nach Verabschiedung des Nationalstaatsgesetzes, stimmt's??

Informationen in 3 Sprachen (Foto: Dov Eilon)

Keine Sorge, meine Frage war jetzt nicht ernst gemeint. Ich war auch nicht wirklich erstaunt, Arabisch auf der Informationstafel zu sehen. Genauso wenig bin ich über die Verkehrsschilder überrascht, die nach wie vor dreisprachig sind. Sogar unsere noch relativ neuen Geldscheine sind nicht nur auf Hebräisch, die offizielle Landessprache, sondern auch auf Arabisch und Englisch. Das waren meine Gedanken, als ich die Busstation mit der Anzeigetafel sah. Lange habe ich auch keine Beschwerden mehr gehört von unseren netten Israel-Kritikern. Das passt ja auch nicht in die Welt und der Realität, die sie gerne sehen würden. Ehrlich gesagt, es ist mir auch völlig egal, was sie denken. Ich bin allerdings immer wieder überrascht, mit welcher Leichtigkeit sich viele Menschen im Ausland von diesen BDS-Leuten mitreißen lassen, ohne eigentlich die Situation hier bei uns zu kennen. Fairerweise möchte ich aber auch sagen, dass Israel nicht perfekt ist, kein Land auf der Welt ist es. Wir alle machen Fehler. So ist es auch erlaubt, zu kritisieren. Aber bitte sachlich.

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen Montag und einen guten Start in die Arbeitswoche. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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