Israel Heute Morgen

Mittwoch, 21. November 2018 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Obwohl wir vor einiger Zeit die Uhren eine Stunde zurückgestellt haben, um wieder in der „normalen“ Zeit zu sein und morgens schon etwas früher Tageslicht zu haben, ist es noch nicht ganz hell, wenn ich gegen 6 Uhr morgens zum Bus gehe. Bald wird es wieder total dunkel sein, wenn ich mich auf dem Weg nach Jerusalem mache. Meine Fahrt zurück nach Modiin lege ich schon längerer Zeit in absoluter Dunkelheit zurück. Erst gestern ist mir aufgefallen, dass ich meine Stadt Modiin nur am Wochenende im Tageslicht erlebe. So ist das nun mal, wenn man sich dem Winter nähert. Trotzdem sitze ich auch heute wieder nur mit einem T-Shirt vor meinem Computer in der Redaktion.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt bis bewölkt mit einem leichten Rückgang der Temperaturen. In der kommenden Nacht werden im Norden und an der Küste vereinzelte Regenschauer erwartet. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 21 Grad, Tel Aviv 23 Grad, Haifa 22 Grad, Tiberias am See Genezareth 26 Grad, am Toten Meer 27 Grad, Beersheva 24 Grad, Eilat am Roten Meer 29 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -214.66 m unter dem Meeresspiegel.

Seit gestern wird in den Netzwerken sehr viel über die Entscheidung von Airbnb gesprochen, die Einträge von Ferienwohnungen und Gästezimmern in Judäa und Samaria zu entfernen, da sie sich angeblich auf illegalen Grundstücken befinden würden. Auch wir berichteten gestern darüber. Ich finde es schade, dass sich nun auch Airbnb von der anti-israelischen BDS-Bewegung einschüchtern lässt. Wenn Airbnb nun konsequent wären und alle Wohnungen und Zimmer, die sich auf umstrittenen Gebieten in der Welt befinden, aus ihren Verzeichnissen streichen würden, dann würde ich mich vielleicht gar nicht beschweren. Es gibt doch so viele davon, das türkische Zypern, die Krim, Tibet und mehr. Es ist irgendwie wie bei den Resolutionen der Vereinten Nationen, wo Israel mehr verurteilt wird als menschenrechtsverachtende Länder wie Syrien oder Saudi-Arabien. Was müssen die Chefs von Airbnb für eine Angst haben, vor wem auch immer, dass sie sich jetzt dem gemeinschaftlichen Israel-Hass, der ja so in Mode zu sein schein, anschließen. Schade, Airbnb ist auch bei uns sehr beliebt. Sehr viele Wohnungen in Tel Aviv werden über diese Plattform an Touristen vermietet. Was die Vermieter in Judäa und Samaria betrifft, bin ich mir sicher, dass sie schnell einen anderen Weg finden werden, ihre Zimmer an Interessierte zu vermieten. Sie werden sehen, wie schnell es eine Plattform dafür geben wird.

Auch die Israelis benutzen den Service von Airbnb sehr gerne bei ihren Reisen. Mein ältester Sohn hatte seinen gesamten fünfwöchigen USA-Urlaub vor einem Jahr mit Airbnb gebucht. Ist eine tolle Sache. Aber jetzt wird einem die Lust dazu genommen. Schade, dass man nun die Politik auch hier mit hineinbringt. Ferienwohnungen in Nablus oder Ramallah sind übrigens nicht von der Löschung betroffen.

Nie waren Flüge ins Ausland so günstig wie jetzt. Gut, dass Flüge nach Israel noch nicht vom Boykott betroffen sind, so können wir noch immer von den fast unglaublich klingenden Preisen profitieren. Ich habe mir für den Anfang des nächsten Jahres einen Flug nach Berlin für sagenhafte 14.50 Euro ergattern können. Der Rückflug ist leider wesentlich teurer, 45 Euro! Gestern las ich, dass es sogar noch billiger geht. So fand ich Flüge von Ryanair für lächerliche 5 Euro!!

Für 4.89 Euro ins Ausland fliegen mir RyanAir

Ich weiß, diese Fluggesellschaften sind nicht jedermanns Sache. Dennoch ermöglichen sie es fast jedem, einmal ins Ausland zu fliegen. Das war früher noch ganz anders. Damals, vor fast 30 Jahren, waren nicht nur die Tickets teurer, es gab auch eine sogenannte “Reisesteuer”. Jeder musste um die 300 Shekel, das waren damals fast wie 300 DM bezahlen, um das Land verlassen zu können. Eigentlich unmöglich, so etwas würde heute nicht mehr durchgehen bei den Bürgern. Aber so war es damals. Flüge waren nur etwas für reiche Leute.

Und wenn ich schon von Flügen schreibe, muss ich Ihnen noch erzählen, was gestern auf dem Flughafen von Warschau im Polen passiert war. Der bekannte israelische Cellist Amit Peled war nach einem Konzert in Warschau am Flughafen eingetroffen, um nachhause zu fliegen, er lebt in den USA. Dort wurde von der Sicherheit auch sein Cello kontrolliert, dass einen eigenen Sitzplatz im Flugzeug hat. Ich als Cellist kenne dieses Problem. Die Sicherheitsbeamtin fand dann eine Box mit Ersatzsaiten für das wertvolle Cello, jeder Cellist hat immer ein Set Saiten mit dabei. “Sie können damit jemanden strangulieren”, soll die Beamtin dem baffen Cellisten gesagt haben, nahm die Saiten und warf sie weg. Da kann man nur staunen. Unglaublich. Und ich wundere mich immer schon über die Hysterie auf deutschen Flughäfen, wenn ich eine Flasche Wasser dabei habe. Irgendwie scheinen wir hier in Israel besser zu wissen, wie man gegen den Terror vorgeht. Das Wasser oder auch eine Thermoskanne mit Kaffee ist hier nie ein Problem.

Der Cellist Amit Peled am Holocaust-Tag in Auschwitz

Ich hoffe, dass es sich bei dieser fast unglaublichen Geschichte um eine einmalige Ausnahme und einen Fehler der Sicherheitsbeamtin gehandelt hat. Etwas anderes möchte ich gar nicht in Erwägung ziehen. Jetzt wünsche ich allen einen angenehmen und friedlichen Mittwoch. Alle wichtigen Nachrichten aus Israel wie immer später hier auf unserer Internetseite. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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