Israel Heute Morgen

Sonntag, 11. November 2018 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Die neue Woche hat begonnen. Das Wochenende ist wieder mal „wie im Fluge“ vergangen. „Die Zeit vergeht schnell, wenn man Spaß hat“, sagt ,am. Diesen Satz habe ich schon einmal zitiert, denn er stimmt einfach. Seit einiger Zeit hat sich das Wochenende bei uns verändert, genauer gesagt, seit dem Sommer, als unser Sohn zusammen mit seiner Freundin in eine Wohnung mach Tel Aviv gezogen ist. Beide arbeiten dort, unser Sohn ist ja nicht mehr in der Armee und steht schon seit Anfang August im Berufsleben. Und das hat Auswirkungen auf unser Wochenenden. So erwarten wir nicht nur unsere Tochter, die nach einer Woche in der Basis nachhause kommt und das auch nur alle zwei Wochen, sondern auch unseren ältesten Sohn mit seiner Freundin, die kamen, um mit uns das Wochenende zu verbringen. Der Freitag ist ein ganz besonderer Tag geworden, an dem Abends die ganze Familie gemeinsam den Shabbat empfängt.

Ich erinnere mich noch an meine Studienzeit, als ich zusammen mit meiner damaligen Freundin und heutigen Frau zum Wochenende zu ihren Eltern gefahren bin. Jetzt weiß ich, wie sich meine leider schon verstorbenen Schwiegereltern gefühlt haben, wenn sich am Freitag wieder das Haus füllte und die ganze Familie gemeinsam den Shabbat verbringt . Das ist hier in Israel sehr üblich, unsere jungen Nachbarn von gegenüber sind fast jedes Wochenende nicht zuhause, sondern bei ihren Eltern, einmal bei den Eltern der Frau, das Wochenende darauf dann sicher bei den Eltern des Mannes. Auch wir sind viele Jahre lang mit unseren drei Kindern und vollbeladen mit Kinderwagen und Kinderbetten zu den Eltern meiner Frau gefahren. Da ich ja meine Familie in Deutschland hatte, gab es nie die Frage, bei wem das Wochenende verbracht wird.

Es gibt bei uns im Fernsehen eine recht amüsante Fernsehserie, in der sich jeden Freitag die Familie zum Shabbatabend trifft., jedes Mal bei einem der Eltern des Ehepaares. Einmal ist es eine sefaradische Familie, das nächste Mal eine ashkenasische. Eine sehr amüsante Serie. Sie heißt Sabri Maranan. Ein fester Bestandteil fast jeden Teils der Serie ist, wenn sich in der Küche getroffen wird vor dem Shabbatessen und während des Gesprächs über alle möglichen Dinge die Hand immer mal wieder ein Schnitzel vom Tablett nimmt, das immer gegenüber des Kühlschranks steht. Oft bleibt dann für das Essen kaum noch etwas übrig. Ich kenne das, es gibt nichts Besseres als frische Hühnerschnitzel, die gerade erst aus der Pfanne genommen wurden. Auch bei uns wird dann erst mal probiert. Jeder Teil dieser Serie findet bei einer der Familien statt, abwechselnd. Wirklich, sehr amüsant und manchmal so richtig aus dem wirklichen Leben gegriffen. Am Ende der Serie sitzt die Familie dann meistens am Shabbat-Tisch und der Hausherr beginnt den Segen zum Shabbat mit den Worten „Sabri Maranan“

”Hat man mir alle Schnitzel weg gegessen?” Ausschnitt aus der Serie “Sabri Maranan”

Wir haben also ein schönes Wochenende verbracht, allerdings waren wir nicht vollständig, unser jüngster Sohn ist mit einem Freund für ein paar Tage ins Ausland geflogen. Zum ersten Mal allein, ohne uns. Wir gewöhnen uns noch daran und sind dabei stolz auf die Selbstständigkeit unseres Sohnes.

Von dem für den Shabbat versprochenen Regen haben wir nicht sehr viel mitbekommen. Nur gegen Mittag donnerte es plötzlich einige Male, danach regnete es kurz, aber heftig und kurz darauf kam die Sonne wieder zum Vorschein. Eine Geburtstagsfeier im Park vor unserem Haus wurde allerdings durch den plötzlichen Regen etwas früher als geplant beendet. Heute scheint die Sonne wieder, ganz im Gegensatz zu der Wettervorhersage für heute. Es sieht nicht danach aus, als würde es heute regnen und gewittern. Aber wir werden sehen.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt mit vereinzelten Regenschauern im Norden und Zentrum des Landes, doe von Gewittern begleitet werden können. Es besteht weiter die Gefahr von Blitzfluten in den östlichen Wadis. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 19 Grad, Tel Aviv 23 Grad, Haifa 22 Grad, Tiberias am See Genezareth 26 Grad, am Toten Meer 27 Grad, Beersheva 24 Grad, Eilat am Roten Meer 28 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt weiterhin bei -214.655 m unter dem Meeresspiegel.

Die Erwähnung der Gefahr von Blitzfluten in den Wadis sollte sehr ernst genommen werden, wie wir es durch die Tragödie vor etwa einem halben Jahr gelernt haben sollten, als zehn Jugendliche während eines Ausflugs in einem Wadi ums Leben gekommen waren. Dennoch ließen sich einige Wanderer am Wochenende wieder von den plötzlichen Wassermassen in einem Wadi überraschen und mussten per Hubschrauber gerettet werden. Verantwortungslos irgendwie.

Hubschrauber der Luftwaffe rettet Wanderer, nachdem sie in einem Wadi vom Wasser weggetrieben worden waren.

Wenn es in der Wüste im Osten und Süden regnet, dann meistens sehr heftig. Gestern waren die Wassermassen in einem Wadi am Toten Meer derartig kräftig, dass sie die Straße 90 unterspülten, die Straße brach zusammen. Gut, dass zu dem Zeitpunkt schon Sicherheitskräfte vor Ort waren und die Straße gesperrt hatten.

Ein Teil der Straße 90 am Toten Meer brach ein, gestern.

Was die Nachrichten betrifft, so habe ich des Wochenende wieder einmal völlig ohne sie verbracht. Kein Fernseher und keine Zeitung, das hat wirklich gut getan, einmal abschalten zu können. Doch nun hat die neue Woche begonnen und wir werden Sie selbstverständlich wieder über alles, was in Israel wichtig ist, informieren.

Ich wünsche Ihnen einen ruhigen und friedlichen Tag und noch einen angenehmen Sonntag. Wir beginnen schon heute mit der Arbeit. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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