Die Welt kritisiert, Israel begrüßt den neuen Präsidenten Brasiliens

Donnerstag, 1. November 2018 |  Nai Redaktion

Als Donald J. Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählz wurde und die ganze Welt verblüffte, war Israel eine der wenigen Nationen, die echte Glückwünsche äußerte. Der Rest der internationalen Gemeinschaft hat Amerika hart zurechtgewiesen, weil es sich für einen rechtsextremen Hardliner entschieden hat.

Diese jüngste Geschichte wurde in dieser Woche mit der Wahl Brasiliens des rechtsaußen stehenden Jair Bolsonaro zum neuen Präsidenten Brasiliens wiederholt.

Bolsonaro wurde auch wegen seiner misogynistischen, rassistischen und autoritären Ansichten kritisiert. Aber er ist auch ein überzeugter Pro-Israel.

Während seines Wahlkampfs machte Bolsonaro es mit seinen Unterstützungsbekundungen und Versprechungen bezüglich des jüdischen Staates Trump nach. Er versprach, Israel als eines seiner ersten Ziele im Ausland als Präsident zu besuchen und die brasilianische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen.

Jetzt, wo er Präsident ist, sagte Bolsonaro, beabsichtige er immer noch, Israel sehr bald zu besuchen, und er werde in Betracht ziehen, die brasilianische Botschaft zu verlegen, obwohl dies durch die starken Handelsbeziehungen der südamerikanischen Nation mit der arabischen Welt erschwert werden könnte.

In der Zwischenzeit ist die israelische Führung begeistert, dass dieser Mann, der vom Rest der internationalen Gemeinschaft verschmäht wird, der neue Präsident einer der größten Nationen der Welt ist.

„Ich bin sicher, dass Ihre Wahl zu einer großen Freundschaft zwischen unseren Nationen und zu einer Stärkung der Beziehungen zwischen Israel und Brasilien führen wird", sagte Premierminister Benjamin Netanyahu gegenüber Bolsonaro am Montag in einem Telefongespräch zwischen den beiden Führern.

„Herzliche Grüße an meinen Freund Jair Bolsonaro für seine Wahl zum brasilianischen Präsidenten", sagte der Sprecher der Knesset, Yuli Edelstein, in einer an die Presse veröffentlichten Erklärung.

Ebenso wie Trump hat Bolsonaro den Palästinensern gegenüber eine ausgesprochen kritische Haltung eingenommen. Während der Präsidentschaftskampagne gelobte er die Herabstufung der palästinensischen Vertretung in Brasilien und erklärte: "Ist Palästina ein Land? Palästina ist kein Land, daher sollte es hier keine Botschaft geben." Er weist auch darauf hin, dass die israelisch-palästinensischen Friedensgespräche bisher gescheitert seien, weil letztere Terroristen geblieben wären.

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FOTO: Ähnlich wie in Amerika ist die Unterstützung für Israel zu einem wichtigen Wahlkampfthema in Brasilien geworden. (Tomer Neuberg / Flash90)

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