Israel Heute Morgen

Dienstag, 23. Oktober 2018 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Plötzlich ist es wieder so richtig warm geworden. Das fiel mir besonders auf, als ich gestern das Büro verließ und zu meiner Busstation lief. Der Sommer scheint uns noch einmal besuchen zu wollen, bevor er er sich endgültig verabschiedet und den Winter einziehen lässt. Der sollte aber auch wirklich bald mal kommen, wir haben doch schon fast November. Am Wochenende soll es dann endlich wieder deutlich kühler werden. Und schon für den Donnerstag hat man uns Regen versprochen. Es wird sogar von der Gefahr von Überschwemmungen im ganzen Land gesprochen, die zum Teil sehr extrem sein könnten. Das erinnert mich jetzt sehr an den heftigen Regen, den wir Ende April hatten, bei dem einige Straßen in Jerusalem zu reißenden Flüssen geworden waren. Ich hoffe, dass es nicht so schlimm kommen wird, aber auf den Regen freue ich mich dennoch.

Im Norden war es bereits am Wochenende zu Regenfällen gekommen, wie hier nördlich von Haifa.

Wir haben den Regen bitter nötig, denn der Wasserpegel vom See Genezareth ist noch immer am sinken, jeden Tag einen halben Zentimeter. Wenn das so weitergeht, wird die Lage noch viel kritischer werden als sie eh schon ist.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Meist bewölkt mit einem Temperaturrückgang an der Küste und im Inneren des Landes, in der Shfela-Ebene. Dennoch wird es für die Jahreszeit noch zu warm sein. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 29 Grad, Tel Aviv 30 Grad, Haifa 30 Grad, Tiberias am See Genezareth 35 Grad, am Toten Meer 35 Grad, Beersheva 33 Grad, Eilat am Roten Meer 33 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist am Wochenende um einen weiteren halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -214.53 m unter dem Meeresspiegel.

Gestern hatte der israelische Staatskontrolleur einen Bericht über den Wasserhaushalt im Land veröffentlicht. Darin beschuldigte er die Wasserbehörde, für die kritische Lage des Wasserhaushalts verantwortlich zu sein. Man habe sich nicht an Richtlinien gehalten, verantwortungslos gehandelt und ohne einen ordentlichen Plan gearbeitet. Dies könnte zu Schäden führen, die nicht zu reparieren seien. Das klingt nicht gut. Man kann nur hoffen, dass diese Warnungen jetzt verstanden werden und es noch nicht zu spät ist, einen neuen Weg einzuschlagen. Man mus nun den Experten zuhören und alles dafür tun, die Wasserkrise in den Griff zu bekommen. Da wir hier aber schon sehr viel Wasser aus Meerwasserentsalzungsanlagen bekommen, hat diese Krise wenig Einfluss auf den Wasserhahn zuhause. Allerdings bringt das entsalzte Wasser andere Probleme mit sich, wie der Staatskontrolleur enthüllte. Es fehle in dem Wasser an dem wichtigen Magnesium. Die Lösung wäre, das Magnesium nach der Entsalzung dem Wasser zuzuführen. Weiter wurde beanstandet, dass sich die Behörde nicht um den Bau weiterer Entsalzungsanlagen gekümmert habe. Viele Probleme also.

Und was ist mit unserem See Genezareth? Vor einigen Monaten berichteten wir von einem Plan, entsalztes Wasser in den See zu führen. Doch bis jetzt scheint man dafür noch keine Finanzierung gefunden zu haben. Irgendjemand muss schiedlich dafür aufkommen. Kann es sein, dass der See Genezareth vielen nicht so wichtig ist?

Im August ist der Wasserpegel schon so niedrig gewesen, dass man zu Fuß zu der im Genezareth See entstandenen Insel laufen kann.

Und noch ein Wort zum heutigen Titelbild. Dort sehen sie den fast fertiggestellten neu gestalteten Zion-Platz in Jerusalem. Ich hatte mich damals gewundert, dass man diesen so beliebten Platz ausgerechnet in den Sommermonaten neu aufbaut. Aber er ist sehr schön geworden. Vielleicht war es auch der Plan, dass der Platz jetzt, wo besonders viele Touristen in der Stadt sind, fertig sein sollte. Wirklich, ich sehe so viele Touristen bei uns in Jerusalem. Überall höre ich Deutsch. Und das kam mir schon ganz selbstverständlich vor. Aber die Touristen haben Recht, jetzt ist die beste Zeit, in Israel Urlaub zu machen.

Und nun wünsche ich Ihnen einen wunderbaren und sehr angenehmen Dienstag. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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