Netanjahu warnt Feinde Israels bei Zeremonie im Kernforschungszentrum

Donnerstag, 30. August 2018 |  NAI Redaktion

Bei der Zeremonie zur Umbenennung des Negev-Kernforschungszentrums sagte Netanyahu: „Jeder, der uns verletzen möchte, wird verletzt.“ In Bezug auf den Syrien-Iran Deal: „Wir sind entschlossen, den militärischen Aufbau des Irans in Syrien zu verhindern, kein Abkommen wird uns dabei aufhalten.“

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu besuchte am Mittwoch das Negev-Kernforschungszentrum nahe Dimona und warnte dabei Israels Feinde, das Land hätte die Mittel, sie zu zerstören. Dies wurde als versteckte Anspielung auf das angenommene Atomwaffenarsenal Israels verstanden.

„Jene, die damit drohen, uns auszulöschen, bringen sich selbst in eine ähnliche Gefahr, und sie werden auf keinen Fall ihr Ziel erreichen“, sagte Netanjahu auf der Veranstaltung, bei welcher das Kernforschungszentrum nach dem ehemaligen Staatspräsident Shimon Peres umbenannt wurde. „Unsere Feinde wissen sehr genau, wozu Israel in der Lage ist, sie kennen unsere Politik, und allen, die versuchen, uns zu schaden – wir werden ihnen schaden.“

bleiben: „Im Nahen Osten, und in vielen Teilen der Welt, gibt es eine simple Wahrheit: es gibt keinen Platz für die Schwachen. Die Schwachen kollabieren, werden geschlachtet, ausradiert aus der Geschichte; und die Starken, im Guten wie im Schlechten, überleben. Die Starken werden respektiert, die Starken gelangen in Bündnisse, und letztlich schaffen die Starken den Frieden.“

Netanjahu verwies auch auf das Abkommen zwischen Iran und Syrien: "Die IDF (Israel Defence Forces) wird weiterhin mit voller Entschlossenheit und mit voller Kraft gegen Irans Versuche vorgehen, Truppen und fortschrittliche Waffensysteme in Syrien zu stationieren, und kein Abkommen zwischen Syrien und Iran wird uns davon abhalten, noch wird uns eine Drohung Angst machen.“

„Wir arbeiten daran, den Aufbau des iranischen Militärs in Syrien zu verhindern. Wir werden dieses Ziel nicht aufgeben, so wie wir die Bemühungen um die Annullierung des Atomabkommens mit dem Iran nicht aufgegeben haben, was als unmöglich galt, als ich es vor ein paar Jahren zum ersten mal auf die internationale Tagesordnung gesetzt habe“, fügte er hinzu.

Israel hat zahlreiche Angriffe auf mutmaßliche Stellungen und Waffenlieferungen vom Iran und der Hisbollah in Syrien durchgeführt, während Russland, Syriens Schutzmacht, ein Auge zugedrückt hat.

Der Regierungschef würdigte seinen verstorbenen Vorgänger und Friedensnobelpreisträger Shimon Peres für die Errichtung des Kernreaktors in den 1950er Jahren als Teil einer Vision der „Normalisierung zwischen den Kernländern der arabischen Welt und dem Staat Israel“.

„Auf politischer Ebene werden wir weiterhin Druck auf das gefährliche und extremistische Regime im Iran ausüben. Erst gestern haben wir die Früchte dieses Drucks in den Worten des iranischen Präsidenten gesehen, der sagte, dass viele Iraner aufgrund der erneuten Wirtschaftssanktionen das Vertrauen in die Zukunft und die Stärke des Irans verloren haben“, wie Netanjahu hinzufügte.

Netanjahu erörterte auch die sich vertiefenden Beziehungen zu den gemäßigten arabischen Staaten: „Der Prozess der Normalisierung der großen arabischen Länder mit dem starken Staat Israel geschieht vor unseren Augen in einem Ausmaß, das man sich vor nur wenigen Jahren nicht vorstellen konnte;. Ein Prozess, der hoffentlich zu Frieden führen wird. Aber es ist unmöglich, zu leugnen, dass viele Feinde in dieser Region und darüber hinaus verbleiben.“

Netanjahu schloss mit der Erkenntnis, er „verwende nicht nur leere Slogans, ich beschreibe eine konsequente, klare und entschlossene Politik. Das ist unsere Strategie, und sie wird durch geeignete Vorbereitungen ergänzt und ist in dem Augenblick bereit, in dem ein Auftrag erteilt wird.“

Bild: Netanjahu in Dimona (Foto: GPO)

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