Pepsi zahlt 3.2 Mrd. Dollar für israelischen Sprudelgeräte-Hersteller

Dienstag, 21. August 2018 |  NAI Redaktion

Gestern wurde bekannt, dass der amerikanische Getränkekonzern PepsiCo den israelischen Hersteller von Sprudelgeräten SodaStream für eine Summe von 3.2 Mrd. Dollar übernehmen möchte. Das Riesengeschäft soll im bis zum Januar 2019 abgeschlossen werden sein.

Bild: SodaStream Werk in Beersheva (Foto: Flash90)

Seinen Ursprung hat die Marke SodaStream in Großbritannien, wo schon im Jahr 1903 die ersten Wassersprudler hergestellt wurden. Den ersten Trinkwassersprudler brachte die britsche Firma SodaStream im Jahr 1970 auf den Markt. 1985 wurde SodaStream von dem Getränkekonzern Schweppes übernommen. Repräsentant von SodaStream in Israel war der Engländer Peter Wiseburgh. Er war von den von ihm vertriebenen Geräten allerdings derartig frustriert, dass er 1991 die Firma SodaClub gründete und ein eigenes Gerät entwickelte. Er hatte Erfolg und begann nach Südafrika, die Schweiz und im Jahr 1994 auch nach Deutschland zu exportieren. 1998 übernahm er schliesslich die Firma SodaStream.

So wurde dann im Jahr 2010 die Firma SodaClub in SodaStream umbenannt. SodaStream ist nach wie vor im Ausland sehr beliebt, in Deutschland ist SodaStream mit einem Marktanteil von 78 Prozent Marktführer. Die Geräte und die verschiedenen Sirups werden in Israel hergestellt.

SodaStream kam 2015 in die Schlagzeilen, als es seinen Standort in Mishor Adumim schließen musste, da er sich im sogenannten „Westjordanland“ befand. Damit beugte sich der Konzern dem Druck aus dem Ausland, nicht in den sogenannten „besetzten Gebieten“ zu produzieren. 74 palästinensische Angestellte verloren dadurch ihren Arbeitsplatz und Lebensgrundlage.

Seitdem produziert SodaStream in ihrem neuen Werk in der Stadt Beersheva in der Negev-Wüste. Auch dort gibt SodaStream ein Beispiel für die Koexistenz und ist der grösste Arbeitgeber für die in der Umgebung lebenden Beduinen.

Der PepsiCo Vorsitzende Ramon Laguarta versprach auf einer Pressekonferenz gestern in Tel Aviv, dass SodaStream auch weiterhin in Israel bleiben wird. Vertraglich wurden die nächsten 15 Jahre festgelegt, aber Ziel soll es sein, immer in Israel zu bleiben.

Pepsichef Ramon Laguarta (r.) und der Vorsitzende von SodaStream Daniel Birnbaum, gestern in Tel Aviv (Foto: Flash90)

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