UNRWA: „Schulen bleiben vielleicht geschlossen“

Mittwoch, 15. August 2018 |  NAI Redaktion

In rund zwei Wochen gehen die Sommerferien zuende, nicht nur in Israel sondern auch in den Gebieten der Palästinensischen Autonomiebehörde und dem Gazastreifen. Wegen der fehlenden Hilfszahlungen der USA könnte es passieren, dass die 500.000 Schulkinder, die in den Schulen der UNRWA lernen, am Ende des Monats verschlossene Schulen vorfinden werden.

Die UN-Organisation für palästinensische Flüchtlinge, UNRWA, betreibt im Gazastreifen, der sogenannten Westbank, sowie in Jordanien, im Libanon und in Syrien insgesamt 711 Schulen für mehr als eine halbe Million Kinder. Nachdem US-Präsident Donald Trump die amerikanische Hilfe drastisch verringert hatte, hat die Organisation nun Probleme, den 22.000 Lehrern, die sie in ihren Schulen beschäftigt, Gehälter zu zahlen.

Die Situation sei sehr angespannt, sagte der Sprecher der Organisation, Chris Gunnes. Die USA waren der grösste individuelle Geldgeber der UNRWA. Die Kürzungen der Zahlungen, das Einfrieren von 305 Millionen US-Dollar durch die Trump-Administration, seien der Hauptgrund für die Krise.

US-Präsident Donald Trump hatte zu Beginn des Jahres eine Kürzung der finanziellen Hilfe für die Organisation angekündigt. Auf seinem Twitterkonto schrieb er damals: „Wir zahlen den Palästinensern Millionen an Dollars und bekommen keine Anerkennung oder Respekt. Sie [die Palästinenser] wollen noch nicht einmal mit Israel über einen langfristigen Friedensplan verhandeln“.

Viele palästinensische Eltern machen sich nun Sorgen darüber, ob die Schulen für ihre Kinder zum Monatsende ihre Tore öffnen werden.

Archivbild: Eine Schule der UNRWA in Rafah, Gazastreifen (Foto: Ahmad Khateib/Flash90)

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