„Waffenstillstand ist ein Fehler“

Freitag, 10. August 2018 |  NAI Redaktion

Der Bürgermeister der Stadt Sderot, die in der letzten „Runde“ der Gewalt am meisten unter Raketenangriffen aus dem Gazastreifen zu leiden hatte, kritisiert die Einigung auf einen seit gestern Abend bestehenden Waffenstillstand. Dieser würde nur den Terror belohnen und den Weg für die „nächste Runde“ bahnen.

„Ich verstehe den Wunsch, Verhandlungen zu erreichen, aber meiner Ansicht nach ist der Waffenstillstand ein Fehler“, sagte der Bürgermeister Alon Davidi, der gestern eine Militär-Operation gegen die Hamas im Gazastreifen gefordert hatte. „Wir müssen die Gelegenheit zu einer Operation bekommen, um dem Terror ein Ende zu machen. Dieser unterbrochene Krieg ist ungesund für uns und nicht gut für den Staat Israel“, sagte er,

Auch der ehemalige Befehlshaber des Südkommandos, Brigadegeneral der Reserve Zvika Fogel ist nicht glücklich über den neuen Waffenstillstand und hat die Entscheidung des Kabinetts auf das schärfste kritisiert. In einem Interview für den Radiosender 103FM sagte er: „Ich muss mich davon abhalten, mich wegen dieser Schande nicht zu übergeben. Was mich betrifft, dies ist ein Abschiedsbrief, wir haben den Davidstern und die blauen Streifen von unserer Fahne entfernt, wir haben die weiße Flagge gehisst und uns ergeben“, waren seine scharfen Worte.

„Wir können nicht weiter mit dieser Bedrohung leben. Wer unser Leben bestimmt sind Yahay Sanwar und Ismail Haniyeh. Wir sind ein souveräner Staat und lassen uns unsere alltägliche Routine von einer Gruppe bestimmen, die bis jetzt nicht in der Lage gewesen ist, einen eigenen Staat zu schaffen. Was dem Ministerpräsident und die Minister interessiert, ist, weiter auf ihren Stühlen sitzen zu bleiben. Ich versichere Euch, die israelische Armee weiß, mit dieser Situation umzugehen, sie muss den Befehl erhalten, zu handeln.“

Der Abgeordnete des Jüdischen Haus, Betzalel Smotrich, kritisierte Verteidigungsminister Avigdor Lieberman nach der Meldung des Erreichens eines weiteren Waffenstillstands. Lieberman sei einer der schwächsten Verteidigungsminister Israels. Es gebe eine große Lücke zwischen seinen Worten und seinen Taten. Der Waffenstillstand sei ein schwerer Fehler, ebenso eine sinnlose Bodenoffensive.

„Entweder muss man in den Gazastreifen hinein, um ihn zu besetzen und dort zu bleiben, oder man bombardiert aus der Luft alles, was mit der Hamas zu tun hat und zwingt die Hamas-Terroristen, in ihren Tunnels monatelang zu verharren, bis sie verschimmeln und mit erhobenen Händen und weißen Unterhemden an einen Stock gebunden wieder nach oben kommen“, sagte er.

Medienberichten zufolge ist gestern ein Waffenstillstand vereinbart worden, der um 22:45 Ortszeit in Kraft getreten ist. Seitdem ist es ruhg geblieben. Die Bewohner des Südens wurden aufgefordert, in den Alltag zurückzukehren.

Bild: Soldaten an der Grenze zum Gazastreifen (Foto: Gili Yaari)

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