Israel Heute Morgen - Sehnsucht nach Ruhe

Freitag, 10. August 2018 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Können Sie glauben, dass wir schon wieder Freitag haben? Die Ereignisse im Süden, die ständigen Raketenalarme, davor die Feuerdrachen und der Streit um das Nationalitätsgesetz haben uns wenig Ruhe gelassen. Auch wenn ich selbst von keinem dieser Themen direkt betroffen bis, haben sie sich bei mir festgesetzt und begleiten mich in meinem Alltagsleben.

So musste ich gestern an die vielen Kinder im Süden denken, die statt die Sommerferien mit ihrer Familie und ihren Freunden zu genießen, immer wieder die Nacht im Schutzraum verbringen mussten. Ich sah einen Bericht über ein kleines sechsjähriges Mädchen, dass statt auf dem Spielplatz zu spielen schon lernen mußte, ein Feuer im Garten zu löschen, das durch einen Ballon aus Gaza ausgelöst worden war. Eine traurige Realität. Das Video von gestern, das die Panik zeigte, die die Explosion einer Rakete auf einem Spielplatz in Sderot ausgelöst hatte, sagt eigentlich alles.

Panik auf dem Spielplatz

Bevor der Raketenhagel auf die Orte im Süden begann, hatten wir uns mit dem Nationalitätsgesetz beschäftigt. Je mehr darüber diskutiert wurde, desto mehr verstand ich das Gefühl der mir uns zusammen lebenden Minderheiten. Im Fernsehen sah ich ein Gespräch mit einem ehemaligen Kollegen von mir aus meiner Zeit am israelischen Fernsehen. Er ist Druse und ich habe viel mit im zusammengearbeitet und ihn schätzen gelernt, ein sehr angenehmer Mensch und hervorragender Journalist. Das neue Gesetz hatte ihn sehr mitgenommen, er fühlte sich von seinem Staat verlassen, hintergangen. Und ich verstehe jetzt, warum er sich so fühlt und hoffe sehr, dass wir dieses Problem irgendwie lösen werden. Das folgende Video zeigt den Journalisten Riad Ali in dem von mir erwähnten Gespräch im Studio. Man muss kein Hebräisch verstehen, um zu sehen, wie verletzt er ist. Sein Sohn ist Polizist, im Video wird gezeigt, wie er auf der Feier zum israelischen Unabhängigkeitstag die israelische Nationalhymne singt.

Der Journalist Riad Ali vom neuen israelischen öffentlichen Rundfunk KAN

Und dann hatten wir noch ein sehr bedeutenden Ereignis in unserer Familie. Unser ältester Sohn ist jetzt Zivilist, nach fünfeinhalb Jahren in der Armee. Wir waren bei seiner „Abschiedsfeier“ anwesend, sie war sehr emotionell und erfüllte mich mit großem Stolz, besonders nachdem ich die Reden seiner Vorgesetzten und Freunde gehört hatte. Seine Vorgesetzte meinte lächelnd, dass sie schon seinen ersten Reservedienst vorbereitet hätte, damit er schnell wieder zu ihnen zurückkehren wird. Nun beginnt für ihn, aber auch für uns Eltern, ein neuer Abschnitt im Leben.

Und jetzt haben wir wie gesagt wieder Freitag, die letzte Nacht ist ruhig geblieben, die Red-Alert-App ist still geblieben, obwohl ich sie wieder aktiviert hatte. So können wir uns hoffentlich auf ein ruhiges und angenehmes Wochenende freuen, auch wenn es wieder etwas wärmer werden soll. Wir wollen einfach nur wieder Ruhe haben und sehnen uns nach den Ausflügen in den Süden, wo vor einem halben Jahr noch der „Rote Süden „gefeiert wurde. Jetzt ist an vielen Stellen von den schönen Blumen nur noch verbrannte Erde geblieben.

Sehnsucht nach dem blühenden Süden

Und hier nun das Wetter für heute in Israel:

Teils heiter bis wolkig mit einem leichten Anstieg der Temperaturen, die in den Bergen und im Landesinneren etwas über dem Durchschnitt liegen werden. An der Küste schwül. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 27 Grad, Tel Aviv 29 Grad, Haifa 28 Grad, Tiberias am See Genezareth 36 Grad, am Toten Meer 37 Grad, Beersheva 32 Grad, Eilat am Roten Meer 37 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei -213.98 m unter dem Meeresspiegel.

Ich wünsche auch Ihnen, liebe Leser, ein angenehmes und friedliches Wochenende und einen gesegneten Shabbat. Machen Sie es gut.

Shabbat Shalom aus Modiin!

Dov

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