Israel Heute Morgen - Teures Eis und Protest am Flughafen

Mittwoch, 8. August 2018 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Auf meinem Weg zur Redaktion war es draußen fast ein wenig kühl. Von mir aus könnte es den ganzen restlichen Sommer so bleiben wie jetzt. Die große Hitze kann gerne bei Ihnen in Europa bleiben. Aber keine Sorge. Während die momentane Hitzewelle bei Ihnen etwas Außergewöhnliches ist (ich hoffe es jedenfalls), sind die hohen Temperaturen, unter denen Sie momentan zu leiden haben, bei uns Standard. Schon ab morgen sollen die Temperaturen in Israel wieder jeden Tag etwas nach oben steigen. Der Sommer ist noch lang.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig ohne bemerkenswerte Veränderung der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 29 Grad, Tel Aviv 30 Grad, Haifa 28 Grad, Tiberias am See Genezareth 39 Grad, am Toten Meer 38 Grad, Beersheva 33 Grad, Eilat am Roten Meer 39 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei -213.98 m unter dem Meeresspiegel.

Auf meiner Fahrt von Modiin nach Jerusalem wurde im Radio über die große Hitze in Europa gesprochen. Das Thema der Reportage war allerdings nicht das ungewöhnlich heiße Wetter dort, sondern die Preise von Eis im Vergleich zu den Preisen hier bei uns in Israel. Und wenn es darum geht, haben Sie es viel besser als wir. Denn wie so Vieles, ist auch das Eis in Europa deutlich billiger als in Israel. Aber ich will ja gar nicht anfangen, mich über die Preise in Israel zu beschweren. Was mich jedoch immer besonders gestört hat, ist die Tatsache, dass ein Liter von reinem Orangensaft bei uns viel viel teurer ist, als in einem Supermarkt in Deutschland. Und das will mir einfach nicht im den Kopf. Die Orangen wachsen schließlich hier und nicht in Deutschland. Warum ist der Saft dann bei uns so viel teurer? Eine Flasche mit einem Liter 100 prozentigem Saft kostet um die 4 Euro.

Lecker ist er ja, israelischer Orangensaft, aber warum teurer als in Europa?

Aber ich kann mir den Saft ja auch selber machen, denn die Orange selbst ist bei uns nun doch billiger als in Deutschland.

Und nun zu den echten Problemen im Land. Erinnern Sie sich noch an die Proteste der Behinderten-Organisationen? Sie forderten eine Angleichung der monatlichen Zahlungen an die Behinderten an den Mindestlohn. Im Februar wurde dann mit den meisten Organisationen ein Abkommen unterzeichnet, dass die Zahlungen stufenweise bis zum Jahr 2022 erhöhen wird, sie aber noch weit entfernt vom Mindestlohn lassen wird. Daher hat eine Organisation ihre Proteste weitergeführt. Gestern blockierten einige Behinderte die Ausfahrt des Terminals 3 vom Ben Gurion Flughafen und bereiteten damit den gerade gelandeten Touristen eine unangenehme Überraschung. Es dauerte etwas länger, bis sie den Flughafen verlassen konnten. Die meisten Menschen und auch die Taxifahrer, die am Flughafen feststeckten zeigten Verständnis für die Behinderten, meinten aber, dass ein Protest wie dieser nicht dazu beitragen würde, das Ziel zu erreichen. Mit Aktionen wie diese würden sie langsam die Unterstützung im Volk verlieren. Es ist wirklich nicht angenehm, gerade gelandet zu sein und dann am Flughafen festzusitzen.

Behinderten-Protest am Flughafen, gestern (Fotos: Tomer Neuberg/Flash90)

Die Knesset befindet sich momentan in der Sommerpause, daher ist es wenig wahrscheinlich, dass in der Regierung jemand gerade jetzt auf die gestrige Demonstration reagieren wird. Und dazu kommt noch, dass sich die Regierung momentan mit vielen anderen Problemen “herumzuschlagen” hat. So wird es heute eine SOndersitzung über das Nationalitätsgesetz geben. Auch aktuell sind die Gespräche über eine Regelung mit der Hamas und auch im Norden ist es mit den Iranern in Syrien nicht langweilig. Trotz allem wünsche ich den Behinderten viel Erfolg. Sie haben es nicht leicht. Der Streik der Krankenschwestern ist gestern übrigens beendet worden. Ob nun die nötigen Maßnahmen unternommen werden, um gewalttätige Übergriffe auf das medizinische Personal zu verhindern, wird die Zukunft zeigen.

Nun hoffe ich auf ruhigere Tage, besonders für die Menschen im Süden, denn dort hat es auch gestern wieder 10 Feuer im Grenzgebiet zum Gazastreifen gegeben.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen und nicht zu heißen Mittwoch, das nächste Gewitter und Regen kommt bei Ihnen ganz bestimmt. Also, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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