Palästinensischer Mann fürchtet, wegen Rettung jüdischer Kinder getötet zu werden

Dienstag, 7. August 2018 |  NAI Redaktion

Ein palästinensischer Mann sagte, dass er und seine Frau in höchster Lebensgefahr seien, sollten sie in die Hände palästinensischer Landsleute fallen. Und das nur, weil sie es gewagt haben, das Leben zweier israelischer jüdischer Kinder zu retten, die bei einem Terroranschlag im Jahr 2016 verletzt wurden.

Vor etwas mehr als zwei Jahren, am 1. Juli 2016, fuhr Rabbi Miki Mark mit seiner Familie in der Nähe der judäischen Stadt Hebron, als palästinensische Terroristen das Feuer auf ihr Fahrzeug eröffneten (siehe Artikel).

Rabbi Mark wurde bei dem Anschlag getötet. Seine Frau Chava erlitt schwere Verletzungen, ihre zwei Teenagerkinder, Tehila und Pedaya, wurden leicht bis mittelschwer verletzt.

Der palästinensische Mann, dessen Name nicht veröffentlicht wurde, um ihn vor weiteren Bedrohungen zu schützen, war Zeuge des Anschlags. Er und seine Frau, die Ärztin ist, forderten sofort einen Krankenwagen an und eilten zum umgestürzten Fahrzeug der Familie Mark, um den Überlebenden zu helfen.

Die Frau des Mannes arbeitete daran, die Blutung aus der offenen Bauchwunde der 14-jährigen Tehila zu stoppen, während er die verängstigte 15-jährige Pedaya umarmte und sich um ihre leichteren Verletzungen kümmerte.

„Es ist mir egal, ob es ein Unfall oder ein Terroranschlag war, es ist irrelevant. Das sind Menschen, Kinder, die Hilfe brauchen, und wenn ich helfen kann, werde ich helfen", erzählte er Israels Hadashot-Nachrichten. „Es tut mir nicht leid, dass ich jüdischen Menschen geholfen habe. Ich habe es aus meinem Herzen gemacht. Und ich weiß, dass Gott mich am Ende segnen wird."

Aber seine unerschrockene Bereitschaft, verwundeten jüdischen Kindern zu helfen, stellt das Leben dieses Mannes in Lebensgefahr. Er erinnerte sich, dass seine Nachbarn kurz nach dem Angriff begannen, ihn als Verräter zu bezeichnen. „Sie fingen an, Steine ​​und Molotowcocktails auf mein Auto zu werfen. Ich war besorgt, dass ich bei lebendigem Leib verbrannt würde, wenn ich das Haus verlasse”, sagte er.

Die israelische Armee gewährte dem Mann und seiner Frau eine befristete Erlaubnis, in Israel zu ihrer eigenen Sicherheit zu leben. Diese Genehmigung ist jedoch abgelaufen, und Israel hat eine Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung abgelehnt. Die Ablehnung wurde damit begründet, dass der palästinensische Mann diesen Drohungen nicht mehr ausgesetzt sei. Auch habe man herausgefunden, dass er die Palästinensische Autonomiebehörde in den letzten zwei Jahren mehrmals ohne Zwischenfälle besucht hätte.

Er ist anderer Meinung.

„Wenn ich [zurück in die von der palästinensischen Autonomiebehörde kontrollierten Gebiete] gehe, ist es so, als würde ich in den Tod gehen", sagte er gegenüber dem israelischen Fernsehen.

Noch besteht die Hoffnung, dass die Öffentlichkeit die Regierung zwingen wird, die Genehmigung für dieses mutige Paar zu verlängern.

In der Zwischenzeit erinnert die Affäre eindringlich daran, warum ein echter Frieden so schwer zu erreichen ist.

Zwei der wichtigsten Bestimmungen des so genannten Oslo-Friedensprozesses waren, dass die Palästinenser das Recht des jüdischen Volkes anerkennen und akzeptieren, in diesem Land zu leben, und dass die Palästinensische Autonomiebehörde ihre Bevölkerung auf eine friedliche Koexistenz vorbereitet.

Die Tatsache, dass die Nachbarn dieses Mannes ihn und seine Frau ermorden wollen, weil sie verwundete jüdische Kinder versorgt haben, ist ein Zeichen dafür, dass diese Verpflichtungen fast 25 Jahre nach der Unterzeichnung der Osloer Abkommen immer noch nicht erfüllt worden sind.

Bild: Rabbi Marks Kinder, Tehila und Pedaya, werden bei der Beerdigung ihres Vaters im Jahr 2016 von Familie und Freunden getröstet. (Foto:Hadas Parush / Flash90)

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