Israel will Flotillenschiffe in Beschlag nehmen

Donnerstag, 12. Juli 2018 |  NAI Redaktion

(Video: Schiffe der neuen Flotilla werden auf dem Wag nach Gaza in Spanien begrüßt. Rechts eines der norwegischen Schiffe, die “Freedom”)

Das jerusalemer Bezirksgericht hat eine befristete Beschlagnahme von zwei norwegischen Booten angeordnet, die an einer neuen Flottille nach Gaza teilnehmen und in den kommenden Woche in Gaza erwartet werden. Der Wert der beiden Schiffe, „Karstein“ und „Freedom“, wird auf ungefähr 75.000 Euro geschätzt.

Das Gericht entschied für den Fall, dass die beiden Schiffe von der israelischen Marine gestoppt und dann in einen israelischen Hafen gebracht werden, dass diese Schiffe dann verkauft werden können. Mit dem Erlös soll dann Terroropfern der Hamas gehofen werden.

Die gerichtliche Entscheidung kam nach einem Antrag der Organisation „Shurat HaDin“, die sich für die Interessen von Terroropfern einsetzt. Der Antrag wurde im Namen der Familie Gavish eingereicht, die im Jahr 2002 bei einem Terroranschlag das Paar David und Rachel und deren Sohn Avraham, sowie den Großvater mütterlicherseits Yitzhak Kaner verloren hatten. Mit eingeschossen im Antrag ist auch die Familie von Adam Weinstein, der im Jahr 2001 bei einem Anschlag getötet worden war. Die Hamas hatte für beide Terroranschläge die Verantwortung übernommen.

Im Jahr 2006 verurteilte das Gericht die Hamas, der Familie Garvish eine Entschädigung von 100 Millionen Shekeln zu zahlen (rund 25 Millionen Euro). Die zweite Familie wartet noch immer auf ein Urteil.

Bis jetzt hat die Hamas nicht einen einzigen Shekel gezahlt, so dass der Erlös der Verkaufs der Flottillen-Schiffe an die Familie der Terroropfer gehen soll.

„Die Organisatoren dieser Flottillen kommen jedes Jahr, um die Seeblockade um den Gazastreifen zu durchbrechen und verletzen damit die Souveränität Israels“, erklärte die Direktorin von „Shurat HaDin, Nutzana Darshan-Leitner.

„Jedes Jahr werden sie von der israelischen Armee gestoppt und ihre Schiffe werden in den Hafen von Ashdod geschleppt, von wo aus sie dann nachhause geschickt werden, als sei nichts passiert. Diesmal werden die Schiffe an die Terroropfer übergeben und die Organisatoren der Flottille werden lernen, dass ihre Provokationen, ihre Unterstützung einer Terrororganisation und die Verletzung internationalen Rechts einen Preis haben.“

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