Iranischer General: „Israel klaut unsere Wolken“

Dienstag, 3. Juli 2018 |  NAI Redaktion

Israel scheint an allem Schuld zu sein. So beschuldigte gestern ein iranischer General den jüdischen Staat, an der anhaltenden Dürre in seinem Land verantwortlich zu sein, in dem es verhindere, dass die Wolken über dem Iran Regen ablassen.

(Foto: Creative Commons, Blondinrikard Fröberg)

Der Klimawechsel im Iran sei sehr verdächtig, sagte Brigadegeneral Gholem Reza Jalali, Chef der iranischen Zivilverteidigung, auf einer Pressekonferenz, wie die iranische Nachrichtenagentur ISNA berichtete.

„Bei dem Klimawandel sind ausländische Einflüsse mit im Spiel, soll Jalali gesagt haben, wobei er sich auf eine iranische wissenschaftliche Studie bezog. „Israel und ein weiteres Land in der Region haben sich zusammengeschlossen, um sicher zu gehen, dass die Wolken über dem Iran keinen Regen ablassen. Wir haben es hier mit einem Diebstahl von Wolken und Schnee zu tun“, sagte er. Dabei bemerkte er, dass alle über 2200 Meter hohe Berge in der Region zwischen Afghanistan und dem Mittelmeer mit Schnee bedeckt seien, nur die Berge im Iran nicht.

Der iranische meteorologische Dienst selbst reagierte allerdings mehr als skeptisch auf die Beschuldigungen des Generals. Der Vorsitzende des iranischen Wetterdienstes sagte: „General Jalali ist wahrscheinlich im Besitz von Dokumenten, die mir unbekannt sind. Aber wissenschaftlich betrachtet ist es nicht möglich, dass ein Land Wolken oder Schnee stehlen kann. Der Iran leidet an einer anhaltenden Dürre, was ein globaler Trend ist, der nicht nur den Iran betrifft“, erklärte er weiter.

„Fragen wie diese zu erheben trägt nicht zur Lösung unserer Probleme bei, sondern hält uns davon ab, die richtigen Lösungen zu finden“, sagte er in Bezug auf die Aussagen des iranischen Generals.

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass iranische Offizielle andere Länder beschuldigten, ihnen den Regen gestohlen zu haben. Der ehemalige iranische Präsident Ahmadinedschad beschuldigte im Jahr 2011 westliche Länder, Pläne zu entwerfen, um in Iran eine Dürre auszulösen. Dabei würden europäische Länder eine besondere Ausrüstung benutzen, die Wolken dazu zu bringen, ihr Wasser auf ihren Kontinent fallen zu lassen.

Man kann in der iranischen Anschuldigung vielleicht auch etwas Positives sehen, die iranische Anerkennung, dass Israel immer wieder für neue technologische Entwicklungen gut ist. Erst vor kurzem hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dem iranischen Volk Hilfe angeboten, die Wasserprobleme des Landes zu lösen. So wird diese neue Beschuldigung in Israel wohl mit einem Lächeln aufgenommen worden sein.

Nicht nur in Israel wurde über die Aussagen des iranischen Generals geschmunzelt. Auch im Iran selbst machen sich viele Iraner durch amüsante Posts in den Netzwerken über die Theorie des Wolkenklaus lustig, wie der folgende Post auf dem Twitterkonto eines Iraners:

"Israelis machen sich an Wolken zu schaffen"

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