ANALYSE: Israel findet eine Lösung für Gaza-Terror-Drachen, aber es gibt noch mehr Probleme

Donnerstag, 28. Juni 2018 |  Yochanan Visser

Die israelische Armee hat endlich eine effektive Lösung für den sogenannten "Drachen-Terror" gefunden, der bereits Hunderte Hektar landwirtschaftlicher Flächen und Wälder im Süden Israels zerstört hat.

Diese Lösung wurde ursprünglich von den „Rafael Advanced Defense Systems“ entwickelt, um der wachsenden Bedrohung durch kleine unbemannte Flugkörper (UAVs) entgegenzuwirken, die von Hamas und Hisbollah benutzt werden, um Israel auszuspionieren oder Terroranschläge gegen den jüdischen Staat auszuführen.

Die Nachrichtengesellschaft HaHadashot berichtete am Donnerstag, dass die israelische Armee damit begonnen habe, das sogenannte "elektronische Auge" zu nutzen, um herauszufinden, von wo aus die Feuerdrachen und Ballons aus Gaza in Richtung Israel in die Luft gelassen werden.

Das System namens Sky Spotter ermöglicht es der israelischen Armee, die Flugbahn der Terrordrachen und Ballons zu bestimmen und vorherzusagen, wo genau sie landen werden. Die Armee ist nun in der Lage, Feuerwehrleute frühzeitig zu warnen, die dann an Ort und Stelle ankommen, wo die Ballons und Drachen landen werden, noch bevor sie einen großen Brand verursachen können.

Sky Spotter ist auch in der Lage, kleine israelische Drohnen zu steuern, mit denen die Drachen und Ballons in der Luft abgefangen werden.

Das System wird wahrscheinlich eine große militärische Aktion zum Stoppen des Drachenterrors verhindern, obwohl die israelische Luftwaffe und die Armee weiterhin auf jeden Versuch, den Süden Israels in Brand zu setzen mit Angriffen auf Ziele des Jihads und der Hamas reagieren.

In der Nacht zum Dienstag bombardierte die israelische Luftwaffe ein Auto, das zu einer Drachen-Terror-Zelle gehörte. Danach reagierte die Hamas mit 12 Raketen auf Israel. Drei von ihnen wurden vom Iron Dome-Raketenschild abgefangen, Verletzte und Schäden wurden nicht gemeldet.

Die israelische Armee enthüllte letzte Woche, dass "das der einsatz der Feuerdrachen und der Sprengstoff-Ballons jetzt ganz bewusst von der Hamas-Terrororganisation geplant und ausgeführt wird, umisraelisches Gebiert vom Gazastreifen aus anzugreifen.

Die israelische Armee sagte weiter, dass "Feuerdrachen von Terroristen der Hamas in großen Mengen und in einer organisierten Art und Weise hergestellt werden".

Die Hamas muss indessen mit wachsenden Unruhen in Gaza fertig werden, weil sie es versäumt hat, Israel mithilfe des "Großen Marsch der Rückkehr" in die Knie zu zwingen und die marode Wirtschaft der Küstenenklave zu verbessern.

Einige Bewohner des verarmten Gazastreifens gingen letzte Woche auf die Straßen, um die palästinensische Einheit zu fordern, was eine Versöhnung zwischen der Hamas und der zentralen Fatah-geführten Regierung der Palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah bedeutet. Der Protest wurde von verärgerten palästinensischen Arabern organisiert, die wegen terroristischer Aktivitäten in Israel inhaftiert waren. Vor etwa einem Jahr hat Palästinenserführer Mahmud Abbas damit aufgehört, diesen Ex-Häftlinge die monatliche Unterstützung zu zahlen. Sie verlangen jetzt, dass die Hamas die Kontrolle über den Gazastreifen an die Palästinensische Autonomiebehörde übergibt.

Der Protest wurde gewaltsam von den Hamas-Mitgliedern beendet, die Kaffiyehs und weiße Baseballmützen trugen, die laut Augenzeugen aus einer Moschee kamen. Die zivilgekleideten Agenten der Hamas trugen Schilder und riefen Parolen gegen Palästinenserchef Mahmud Abbas, der, wie sie sagten, der Macht enthoben werden müsse. Als die Protestierenden sich weigerten, die Demonstration zu beenden, zerstörten die Hamas Agenten ihre Bühne und konfiszierten Videomaterial und Fotos der gewaltsamen Niederschlagung.

Die Hamas bestritt später, dass sie dem Protest, der eine Woche nach ähnlichen Demonstrationen in den palästinensischen Städten Ramallah und Bethlehem stattfand, die von den Polizisten der Autonomenehörde seltsamerweise geduldet und sogar ermutigt worden war, gewaltsam beendet hätten. Diese Proteste richten sich mehr gegen den herrschenden Clan von Abbas, der es versäumt hat, den von ihm kontrollierten Gebieten Wohlstand zu bringen, und wird für die humanitäre Katastrophe im Gazastreifen verantwortlich gemacht.

"Berichten palästinensischer Nachrichtenseiten zufolge lobten die Demonstranten (in Ramallah und Bethlehem) Mohammed Def, den Leiter des militärischen Flügels der Hamas, und forderten ein Ende der Sicherheitszusammenarbeit mit Israel und riefen Parolen gegen den gewaltfreien Kampf und eine Rückkehr zum bewaffneten Kampf ", berichtete die israelische Zeitung Ha'aretz letzte Woche.

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