Katholische Kirchen im Heiligen Land äußern sich zu den letzten Ereignissen

Mittwoch, 16. Mai 2018 |  NAI Redaktion

Die katholischen Kirchen im Heiligen Land haben gestern zu den Ereignissen in Gaza und Jerusalem eine Erklärung veröffentlicht.

Sie drückten Ihre Besorgnis aus, nach dem bei den Unruhen am Grenzzaun im Gazastreifen am vergangenen Montag 60 Menschen getötet und um die 3000 verletzt wurden. Dies hätte vermieden werden können, wenn die israelische Armee keine tödlichen Waffen gegen die Protestierenden eingesetzt hätte.

Gleichzeitig wurden beide Seiten aufgefordert, Gewalt zu vermeiden und Wege zu finden, „die Belagerung von 2 Millionen Palästinensern im Gazastreifen so schnell wie möglich zu beenden.“

Zu der Verlegung der amerikanischen Botschaft nach Jerusalem erklärten die Kirchen, dass einseitige Entscheidungen wie diese keinen Beitrag zu einem Frieden zwischen Israelis und Palästinensern leisten würden. Dabei unterstrichen sie die Forderung des Vatikans, Jerusalem zu einer Stadt zu machen, die allen Völkern und den drei monotheistischen Religionen offen stehe. Auch solle von einseitigen Massnahmen abgesehen werden.

Die katholischen Kirchen sähen keinen Grund, der verhindere, dass Jerusalem die Hauptstadt Israels und Palästina werde. Dies sollte jedoch durch Verhandlungen und gegenseitigem Respekt entschieden werden.

Am Ende der Erklärung wird zu einem Gebet aufgerufen, „um den Völkern im Heiligen Land, im Nahen Osten und auf der ganzen Welt Frieden und Gerechtigkeit zu bringen.“

Archivbild: Katholische Gläubige in der Grabeskirche in Jerusalem (Foto: Corinna Kern/Flash90)

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