Zwei Videos sorgen für Unruhe

Mittwoch, 11. April 2018 |  Dov Eilon

Zwei Videos aus dem Grenzgebiet zum Gazastreifen haben seit einigen Tagen für viele zum Teil heftige Diskussionen geführt. Besonders das erste veröffentlichte Video, das zeigt, wie israelische Soldaten jubeln, als ein Araber am Grenzzaun niedergeschossen wird, sorgte besonders in den ausländischen Medien für Schlagzeilen.

Dieses Video wurde einige Tage nach den Ereignissen am Grenzzaun zum Gazastreifen veröffentlicht und erweckten den Glauben, als habe sich der dort gezeigte Vorfall in diesen Tagen an der Grenze zum Gazastreifen ereignet.

Doch nach einer Untersuchung durch die israelische Armee stellte sich heraus, dass das Video schon vor einigen Monaten aufgenommen wurde. Es stammt von einem Ereignis im Dezember des letzten Jahres. Der im Video zu sehende Araber wurde ins Bein geschossen, er wurde nicht, wie viele glaubten, erschossen. Vor dem Schuss sei er mehrere Male verwarnt worden. Natürlich rechtfertigt das nicht das Benehmen des Soldaten, der den Moment des Schusses filmte und sich lautstark daran erfreute. Dies kann man nur verurteilen. Ganz abgesehen von dem Schaden, den das Video durch die Veröffentlichung in den sozialen Netzwerken und den ausländischen Medien für den Staat Israel angerichtet hat, ist nicht nur die Veröffentlichung dieses Videos, sondern das Filmen überhaupt verboten, denn es handelt sich hierbei um einen Einsatz der Armee. Die Armee erklärte, dass der Vorfall untersucht werde. Die Verantwortlichen für dieses Video werden zur Rechenschaft gezogen werden.

Einen Tag später erschien ein weiteres Video, das besonders in Israel scharf kritisiert wurde. Es zeigt Soldaten in einem Sperrgebiet nahe des Grenzzaunes zum Gazastreifen. Gefilmt wurden sie von einer linken Aktivistin, die dabei in der schlimmsten Art und Weise auf die Soldaten einredete. Sie nannte die Soldaten Terroristen, Mitglied einer Terror-Organisation und fragte, ob ihre Eltern glücklich seien, wenn sie nachhause kommen, nachdem sie Zivilisten getötet haben. Und noch weitere sehr herabfallende Sätze gegen die israelischen Soldaten, die auch mit dem Schutz eben dieser linken Aktivisten beauftragt sind. Wie können israelische Staatsbürger so mit denen sprechen, die für ihre Sicherheit garantieren? Die Soldaten blieben ruhig, dafür gebührt ihnen ein Preis.

Die beiden Videos zeigen die nicht leichte Situation, in denen sich die israelischen Soldaten befinden. Für die Gegner Israels war besonders das erste Video natürlich ein gefundenes Fressen, wie man sagt. Das zweite Video hat dann besonders uns in Israel „auf die Palme“ gebracht.

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