30.000 am Grenzzaun - Hat die Hamas ihr Ziel erreicht?

Sonntag, 1. April 2018 |  NAI Redaktion

Um die 30.000 Bewohner des Gazastreifens gingen am Freitag auf deמ Grenzzaun nach Israel zu, um zu demonstrieren. Die israelische Armee hatte die Bürger des Gazastreifens davor gewarnt, sich dem Grenzzaun zu nähern. Offiziell sollte es sich bei dem sogenannten „Marsch der Heimkehr“ um eine friedliche und zivile Demonstration gehandelt haben. Vor Ort bekam man allerdings einen anderen Eindruck.

Unter den „Demonstranten“ befanden sich viele mit Gewehren und Handgranaten bewaffnete Terroristen, die die Situation für einen Angriff auf die israelischen Soldaten ausnutzen wollten. Vier Terroristen wurden erschossen, nachdem sie am Grenzzaun das Feuer auf die Soldaten eröffnet hatten. Auch an anderen Stellen des Grenzzaunes gab es Versuche bewaffneter Terroristen, die Grenze nach Israel zu überqueren. Insgesamt 17 „Demonstranten“ kamen durch Schüsse der israelischen Armee ums Leben. 1400 Menschen wurden Berichten zufolge verletzt, 756 davon durch Schüsse. Seitens der Hamas wurde gesagt, dass es sich bei den Opfern um unschuldige, friedliche und unbewaffnete Bürger gehandelt habe. Doch die Realität zeigte ein anderes Bild. Angaben der israelischen Armee zufolge waren mindestens zehn der Opfer Terroristen der Hamas.

Die Armee veröffentlichte noch gestern die Namen dieser Terroristen.(Foto: Büro des Ministerpräsidenten)

Israel warnte schon Tage zuvor die Bewohner des Gazastreifens, sich nicht dem Grenzzaun zu nähern. Es war den „Demonstranten“ bekannt, dass das Feuer auf sie eröffnet werden würde, sollten sie sich dem Grenzzaun nähern. Doch das schien auf die Hamas keinen Eindruck zu hinterlassen. Sie schickten sogar ein siebenjähriges Mädchen an den Zaun vor die israelischen Soldaten. Diese brachten das Mädchen dann sofort zu seinen Eltern zurück.

Die israelische Armee veröffentlichte am Freitagabend eine Zusammenfassung der Ereignisse:

Die Hamas scheint ihr Ziel erreicht zu haben, denn noch am selben Abend, an dem die Israelis gemeinsam am Festtagstisch den Seder-Abend feierten, rief der UNO Sicherheitsrat zu einer Sondersitzung zu den Ereignissen im Gazastreifen ein. Dies wurde von israelischer Seite scharf kritisiert, da Israel nicht die Gelegenheit gegeben wurde, sich zu den Beschwerden zu äußern. Kuwait, der Vertreter der arabischen Länder im Sicherheitsrat, forderte eine unabhängige und transparente Untersuchung der Ereignisse. In einer geplanten Resolution wurde die große Sorge des Sicherheitsrats zu der Lage an der Grenze zum Gazastreifen ausgedrückt und das Recht auf friedvollen Protest betont, sowie die Trauer um den Tod unschuldiger Palästinenser. Die USA verhinderten jedoch mit ihrem Veto-Recht die Resolution und eine offizielle Verurteilung Israels.

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