Israelische Armee warnt Bewohner des Gazastreifens vor Teilnahme am „Marsch der Heimkehr“

Mittwoch, 28. März 2018 |  NAI Redaktion

Die israelische Armee warnt in einem Video auf ihrer Facebookseite in arabischer Sprache die Bewohner des Gazastreifens vor einer Teilnehmer des sogenannten „Marsches der Heimkehr“ am Freitag. Der auch als „Marsch der Millionen“ von der Hamas angekündigte Lauf zum Grenzzaun wurde vom Armeesprecher Avichay Adraee als Marsch der Anarchie bezeichnet.

(Foto: Armeesprecher)

In dem veröffentlichen Video wird den Bewohnern des Gazastreifens gesagt, dass die Hamas sie nur für ihren Kampf ausnutzen würde, anstatt eine Lösung für die Probleme im Gazastreifen zu finden.

„Die Hamas benutzt Euch. Statt sich mit Problemen wie der Stromknappheit, der Infrastrukturen und der Arbeitslosigkeit auseinanderzusetzen, plant sie einen bedeutungslosen Marsch.“ Dabei würde es sich nicht um einen Marsch der Heimkehr, sondern um einen Marsch der Anarchie handeln. Dazu warnte die Armee die Bewohner des Gazastreifens vor der Teilnahme an öffentlichen Unruhen. Die israelischen Gefängnisse würden sich darauf vorbereiten, Dutzende von Menschen aufzunehmen.

Seit gestern Abend haben sich hunderte von Soldaten der Givati- und Nachal-Einheit bereits mit den Vorbereitungen und Übungen für ihre Ankunft am Gazastreifen am Wochenende vorbereitet. Sie werden dort zusammen mit Soldaten der Golan-Einheit und anderen bewaffneten Truppen, die sich bereits vor Ort befinden, versuchen, die Situation am Freitag unter Kontrolle zu halten.

Dabei bereitet man sich nicht nur auf das Vorgehen gegen Unruhestifter vor, sondern auch auf die Möglichkeit, dass die Hamas das durch den Marsch der Massen ausgelöste Chaos ausnutzen könne, um Terroristen nach Israel einzuschleusen, die Sprengsätze legen oder später Terroranschläge ausführen könnten.

Auch die Hamas bereitet sich auf den Marsch am Freitag vor (Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90)

Dass es den drei Arabern gestern gelang, ohne Probleme den Grenzzaun zu überqueren und 20 Kilometer in israelisches Staatsgebiet zu gehen, wurde auf israelischer Seite als Warnsignal angesehen und stark kritisiert. In Sicherheitskreisen waren einige der Ansicht, dass es sich dabei eventuell um einen Test der Hamas gehandelt haben könnte, um die Sicherheitsvorkehrungen in Israel zu überprüfen. Diese haben gestern keinen guten Eindruck hinterlassen.

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