Israel Heute Morgen

Mittwoch, 28. März 2018 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Gut, dass ich heute ausnahmsweise einmal mit dem Auto nach Jerusalem gefahren bin. Der starke Regen, der während meiner gesamten Fahrt gefallen war, hat mein Auto so richtig schön sauber gemacht, pünktlich zu Pessach. Tja, man muss eben wissen, wann es passt, das Auto zu nehmen. Eigentlich war erst für morgen etwas Regen angesagt worden, doch ich wurde schon heute von dem angenehmen Geräusch der fallenden Regentropfen geweckt. Das war nicht nur ein Getröpfel, das war echter starker Regen. Natürlich muss ich noch die ganzen Brotkrümel, die sich im Laufe der letzten Monate auf den Autositzen angesammelt haben, entfernen. Denn ab Freitag früh darf kein einziger Krümel mehr im Auto und in der Wohnung sein. Denn wir wollen doch Pessach feiern, wie es sich gehört.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt bis bewölkt mit der Möglichkeit einzelner Regenschauer. Überdurchschnittlich warm. Im Laufe des Tages entwickelt sich ein Sharav, der warme und trockene Luft bringt. In der kommenden Nacht wird es windig sein und es kann zu Regenschauern und Gewittern kommen. Folgende Höchsttemperaturen werden heute erwartet: Jerusalem 25 Grad, Tel Aviv 28 Grad, Haifa 21 Grad, Tiberias am See Genezareth 27 Grad, am Toten Meer 32 Grad, Eilat am Roten Meer 35 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei -213.44 m unter dem Meeresspiegel.

Trotz der doch sehr regenreichen Monaten Januar und Februar hat die Regierung das Jahr 2018 zu einem Trockenjahr erklärt, wie schon in den Jahren zuvor. Es regnet einfach nicht genug bei uns. Wenn die jährlichen Niederschläge um 25 Prozent geringer sind als der übliche Jahresdurchschnitt, dann wird ein Trockenjahr ausgerufen. Und das hat vor allem unangenehme Folgen für die Landwirtschaft, denn das Wasser für die Landwirtschaft wird in diesem Fall von der Wasserbehörde rationiert. Gestern las ich einen interessanten Artikel in der Zeitung, der sich mit den Thema befasste. Dort wurde das Regenwasser erwähnt, dass bei starken Regenfällen zunächst die Straßen überschwemmt und uns das Leben schwer macht und dann in die Erde sickert und verloren geht. Es handelt sich dabei um riesige Wassermengen, die bis jetzt nicht genutzt werden. Dabei gilt Israel als eines der führenden Länder, wenn es um die Wiederverwertung von Wasser geht. Im Artikel wurde von einer Methode berichtet, die auch das in die Erde versickerte Wasser für uns nutzbar machen kann. Es handelt sich dabei um ein Wasserfiltersystem mit dem Namen “Biofilter”, das seit einigen Jahren in drei Stadtteilen in Kfar Saba, Ramle und Bat Yam getestet wird. Das von dem städtischen Abwassersystem gesammelte Wasser wird unter der Erde zu diesem Biofilter geleitet, wo es dann durch die Schichten von Kies, Sand und Kompost gefiltert und auch durch chemisch-physikalische Prozesse gereinigt wird. Danach wird das gereinigte Wasser in den Grundwasserleiter (Aquifer) weitergeleitet. Das Tolle dabei ist, dass sich das System in die natürliche Umgebung integriert und somit kaum wahrgenommen wird. Denn es ist ja eigentlich die Natur, die das Wasser reinigt. So ein System ist überhaupt nicht teuer. In Tel Aviv gehen heute fast 90 Prozent des sogenannten Oberflächenwassers verloren. Für eine Stadt der mittleren Größe würde so ein Filtersystem um die 15 Millionen Shekel kosten (etwas weniger als 4 Millionen Euro), also durchaus erschwinglich für den Haushalt einer Stadt. Jetzt bleibt die Frage, warum sich die Städte nicht darum streiten, als erste mit dem Bau dieser Systeme zu beginnen. Das damit gewonne Waser sollte es wert sein.

Wasseraufbereitungstechnologien in Israel. Israel ist führend in der Wasseraufbereitung, 99.8 % des Abwassers werden wieder aufbereitet und können dann als Trinkwasser benutzt werden.

Eigentlich hatte ich heute gar nicht vor, über das Wasser zu schreiben, aber der Regen von heute von heute hat mich eben daran erinnert. Ich wollte etwas zu dem Vorfall von gestern sagen, bei dem drei Terroristen, die den Grenzzaun vom Gazastreifen nach Israel überquert hatten und unbeschwert ganze 20 Kilometer innerhalb Israels spazieren gehen konnten, ohne das jemand auf sie aufmerksam wurde. Das folgende Video einer Sicherheitskamera des Kibbutz Zeelim zeigt die drei Araber, wie sie völlig unbehelligt und in aller Ruhe am Eingangstor des Kibbutz vorbeigehen. Dabei darf nicht vergessen werden, dass sie mit Messern und Granaten bewaffnet waren.

Drei aus dem Gazastreifen eingedrungene Terroristen laufen völlig ungestört am Eingangstor des Kibbutz Zeelim vorbei, gestern

Sehen Sie den Radfahrer im Video? Ist es nicht eigenartig, dass es die „Terroristen“ überhaupt nicht interessiert hat? Später wurde berichtet, dass sich die drei ohne jede Gegenwehr von den israelischen Sicherheitskräften festnehmen ließen. Es habe so ausgesehen als sei das genau ihr Ziel gewesen, festgenommen zu werden, um die nächste Zeit in einem angenehmen israelischen Gefängnis zu verbringen mit geregelten Mahlzeiten, Hauptsache raus aus dem Gazastreifen. Im Radio wurde heute erzählt, dass es fast täglich zu Fällen kommt, bei denen sich Menschen aus dem Gazastreifen einfach dem Grenzzaun nähern, um festgenommen zu werden. Denn die Hamas kümmert sich ja nicht um das Wohl ihrer Bürger, so gehen viele dann lieber nach Israel ins Gefängnis. Ich war sehr erstaunt darüber.

Am Freitag soll der sogenannte Millionenlauf stattfinden, in Richtung des Grenzzaunes. Nun wird auf israelischer Seite überlegt, ob man vielleicht Lebensmittel dort abwerfen sollte, wo sich die Bewohner während ihres Marsches in Richtung Grenzzaun befinden, um sie zum einen abzulenken und eben auch durch die Lebensmittel zu helfen, damit sie eben nicht mehr nach Israel ins Gefängnis gehen wollen, um dort ein versorgt zu werden. Ich bin gespannt, wie der Tag am Freitag verlaufen wird und hoffe sehr, dass es zu keiner Gewalt kommen wird. Ich denke, die Idee mit den Lebensmitteln ist gar nicht schlecht. Wir sollten den Bewohnern des Gazastreifens zeigen, dass wir nicht gegen sie sind. Wir haben einen gemeinsamen Feind, die Hamas.

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen und erfüllten Mittwoch. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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