Israel Heute Morgen

Dienstag, 27. März 2018 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Auch heute bleibt es sommerlich warm und sehr angenehm, besonders hier in Jerusalem, wo es heute mit einer Höchsttemperatur von 27 Grad sogar wärmer als in Tel Aviv werden soll. Ab morgen wird sich das Wetter dann wieder verändern, trotz der wärme kann es dann sogar zu vereinzelten Regenschauern kommen. Und am Donnerstag, einen Tag vor dem Pessachabend, soll es dann noch einmal etwas „winterlich“ werden mit Regen und möglichen Gewittern. Doch keine Sorge, pünktlich zum Beginn des Festes soll sich das Wetter wieder beruhigen.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig mit einem leichten Rückgang der Temperaturen. Es bleibt überdurchschnittlich warm mit Sharav-Bedingungen (heiß und sehr trocken) in den Bergen und im Landesinneren. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 27 Grad, Tel Aviv 24 Grad, Haifa 25 Grad, Tiberias am See Genezareth 32 Grad, am Toten Meer 31 Grad, Eilat am Roten Meer 34 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei -213.44 m unter dem Meeresspiegel.

Es ist doch nett, wenn wir über das Wetter reden können, nicht wahr? Aber natürlich passieren auch andere Dinge hier bei uns. So steht seit gestern wieder die Familie Netanjahu im Mittelpunkt der Berichterstattung in den örtlichen Medien. Denn gestern wurde nicht nur Benjamin Netanjahu, sondern auch seine Frau Sara und sein Sohn Yair von der Polizei verhört. Dabei ging es um die sogenannte “Akte 4000”, um die angeblichen Bemühungen der Netanjahus, beim Nachrichtenportal Walla eine positive Berichterstattung zu bekommen. Der Eigentümer von Walla ist Shaul Elovitch, dem auch die Telefongesellschaft Bezeq gehört. Er ist einer der Hauptverdächtigen in dieser Geschichte. Denn für die gute Berichterstattung bei Walla, soll Bezeq bevorzugt behandelt worden sein und Vergünstigungen erhalten haben. Wenn das stimmen sollte, ist das natürlich ein Problem. So wurden Sara Netanjahu und der Sohn Yair gestern in Lod verhört und sogar einem Kronzeugen gegenübergestellt, Benjamin Netanjahu wurde zur gleichen Zeit in seinem offiziellen Wohnsitz in Jerusalem vernommen. Er zeigte sich nach dem vierstündigen Verhör wie immer zuversichtlich. Er werde zusammen mit seiner Familie das Pessachfest mit viel süßem Charosset und ohne dem bitteren Maror verbringen. Das süße Charosset erinnert uns am Pessachabend an den Lehm, aus dem die Juden in Ägypten die Ziegelsteine herstellten, die dort enthaltenen Äpfel erinnern an Apfelbäume, unter denen jüdische Frauen ihre Kinder gebaren und so so vor den Ägyptern schützten. Das bittere Maror wiederum soll uns an die bittere Sklavenzeit in Ägypten erinnern. Und bei den Netanjahus wird an diesem Pessach nichts bitteres gefeiert werden, wie Netanjahu gestern eben sagte. Denn, wie sagte er? “Es war nichts, es ist nichts und es wird auch nichts sein.” Na, ich bin gespannt, wie das weitergehen wird.

Berichterstattung über die Verhöre der Netanjahus in der Zeitung Jediot Achronot

Die Zeitung Jediot Achronot hat natürlich gerne die ersten Seiten frei gemacht für die Familie Netanjahu. In der Überschrift wird Sara Netanjahu zitiert. Sie wurde gefragt, warum sie in ihrem Handy bestimmte SMS-Nachrichten gelöscht hätte. Sie wollte damit nur mehr Platz in ihrem Handy freimachen, sagte sie. Na gut.

Und dann ist unten links noch ein Foto in der Zeitung. Erkennen Sie den Mann, mit dem sich Netanjahu nach seinem Verhör gestern Abend noch getroffen hat? Richtig, es ist der neue deutsche Außenminister Heiko Maas. Er war schon am Sonntag in Israel zu einem Antrittsbesuch in Israel eingetroffen. Doch irgendwie ist das hier bei uns total untergegangen, wohl wegen der anderen „wichtigeren“ Nachrichten. Wirklich, ich habe gestern überall gesucht und nirgendwo eine Meldung vom Besuch des deutschen Außenministers in Israel finden können. Bis heute.

Bundesaußenminister Heiko Maas in Israel

Ich muss zugeben, dass ich Heiko Maas nicht kenne. Dennoch war ich sehr beeindruckt von dem, was ich bis jetzt von ihm sah, von seinem Besuch hier bei uns. Nun mag das nach dem letzten Außenminister Sigmar Gabriel nicht so schwierig zu sein, einen guten Eindruck zu hinterlassen, aber dennoch, ich spüre einen anderen Wind bei Heiko Maas. Ich kann das schwer beschreiben. Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg zu einer Verbesserung der Beziehungen zu Deutschland, nachdem diese doch in der letzten Zeit etwas angeknackst zu sein schienen. Was meinen Sie dazu, liebe Leser?

Und nun wünsche ich Ihnen einen wunderbaren und glücklichen Dienstag. Hier bei uns arbeiten wir schon eifrig an unserer besonderen Israel Heute Ausgabe zum 70. Unabhängigkeitstag Israels. Ein besonderer Monat steht uns zuvor. Seine Sie gespannt. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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