Israel Heute Morgen

Sonntag, 18. März 2018 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Die neue Woche beginnt traurig. Kaum hatte ich mich am Freitag von Ihnen verabschiedet und die Arbeit an unserer Internetseite beendet, erreichten mich erste Berichte über die Autoattacke in Samaria, bei der zwei israelische Soldaten getötet wurden. Zunächst wurde natürlich von „zwei jungen Israelis“ gesprochen“, denn bevor weiterer Einzelheiten über die Opfer mitgeteilt werden dürfen, müssen erst einmal die Familienangehörigen informiert werden, keine leichte Aufgabe. Mehr über den tödlichen Anschlag vom Freitag später in unseren täglichen Meldungen.

Wir scheinen keine leichte Zeit vor uns zu haben. Auf meinem Weg zur Redaktion hörte ich im Radio ein Interview mit dem ehemaligen Befehlshaber des Südkommandos und jetzigen Bau- und Wohnungsminister Joav Galant (Kulanu-Partei). Er sprach von der nicht einfachen Zeit, die wir zu erwarten hätten. Besonders warnte er vor dem Abend des Pessach-Festes, den Seder-Abend. Denn genau an diesem Tag begehen die sogenannten Palästinenser den „Tag der Erde“. Unruhen seine zu erwarten. Später dann, der Unabhängigkeitstag mit der erwarteten Einweihung der amerikanischen Botschaft in Jerusalem, im Osten Jerusalem würde es bereits kochen, sagte Galant. Schon jetzt sei die Lage angespannt an der Grenze zum Gazastreifen, die Hamas in Bedrängnis, für den Unabhängigkeitstag sei ein Marsch der Massen an den Grenzzaun geplant. Und sollten dann wirklich tausende von Menschen an den Grenzzaun kommen und Unruhe stiften, könne die israelische Armee nicht mehr viel machen, um die Lage zu beruhigen.

Der Anschlag vom Freitag und die Bilder der Opfer füllen heute natürlich die Titelseiten der Zeitungen - Israel Hayom, Maariv, Jediot Achronot

Dabei ist es so schön draußen, keine Spur von einer angespannten Situation. Als ich mich heute früh den Machane Jehuda Markt näherte, verspürte ich einen sehr starken Knoblauchgeruch, der mich gar nicht gestört hat. Kaum war ich dann am Markt angekommen, sah ich dann auch den Grund des Geruchs.

Frischer israelischer Knoblauch auf dem Markt (Foto: Dov Eilon)

Ich mag diesen Geruch von frischem Knoblauch. Und jetzt ist genau die Zeit dafür. Somst wird uns in den Supermörkten meistens immer Knoblauch aus China angeboten. Doch dieser frische Knoblauch hier, der ist der beste!

Das Wetter ist wunderbar. Im Laufe des Tages soll es deutlich wärmer werden, bei uns in Modiin werden sogar 30 Grad erwartet. Morgen soll es dann noch wärmer werden, bis es am Dienstag dann wieder etwas „kühler“ wird.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig mit einem deutlichen Anstieg der Temperaturen. Für die Jahreszeit überdurchschnittlich warm und trocken. Im Laufe des Tages wird es noch wärmer werden, Sharav. Um Norden wehen starke Winde. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 25 Grad, Tel Aviv 28 Grad, Haifa 26 Grad, Tiberias am See Genezareth 31 Grad, am Toten Meer 29 Grad, Eilat am Roten Meer 31 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei -213.46 m unter dem Meeresspiegel.

Trotz der nicht so rosigen Aussichten für die nahe Zukunft muss der Alltag weitergehen. Wer weiß, vielleicht wir es ja auch gar nicht zu all diesen negativen Szenarien kommen, sollte die Hamas nicht aus der Vergangenheit gelernt haben, dass mit Terror und Gewalt nichts zu erreichen ist? Es sind nur noch knapp zwei Wochen bis Pessach. Unglaublich. Dafür gibt es noch viel vorzubereiten. Nicht nur endlos viele Einkäufe für den Seder-Abend, vorher muss noch das ganze Haus auf den Kopf gestellt werden, damit keine Brotkrümel und anderes Säuerliches irgendwo versteckt liegenbleiben. Sie wissen ja, zu Pessach muss alles ungesäuert sein, kosher für Pessach. Das gilt auch für das Auto. Ich werde mich jetzt nicht stressen lassen, wir bekommen das schon hin, wie jedes Jahr.

Und nun wünsche ich Ihnen noch einen angenhehmen und friedlichen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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