Israel Heute Morgen

Donnerstag, 15. März 2018 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!
Gestern haben wir uns zuhause entschlossen, unseren Kleiderschrank für den Sommer umzuräumen. Dies ganzen warmen Pullover und dicken Winterjacken nehmen viel zu viel Platz ein und sind auch gar nicht mehr nötig. Selbst wenn bei uns von einem Temperaturrückgang gesprochen wird, ist es immer noch recht angenehm. Also, Winter ade, es war nett, doch jetzt habe ich auch wieder Lust auf so richtig warme Temperaturen. Der Mensch liebt eben die Abwechslung.

Ich bin mir sicher, dass ich in ein paar Wochen diesen Satz noch bereuen werde, wenn die hohe Stromrechnung eintreffen wird, die wir bekommen werden, wenn wir die Klimaanlage so benutzen wie im letzten Jahr. Dabei haben wir uns vorgenommen, in diesem Sommer Strom zu sparen. In Jerusalem hatten wir damals gar keine Klimaanlage. An den heißen Tagen war es nicht leicht, aber wir haben es immer irgendwie geschafft, zu überleben. Ok, ganz so dramatisch ist es ja nun auch nicht. Allerdings ist es in Modiin doch deutlich wärmer als in Jerusalem. Aber dennoch, in diesem Sommer wollen wir die Klimaanlage mit etwas weniger Begeisterung benutzen. Dazu kommen noch Gerüchte, dass der Strom teurer werden soll. Als sei er nicht schon teuer genug.

Etwas Humor: Das Leben ist mit einer Klimaanage einer bestimmten Marke viel schöner (Werbung). Ich hoffe, der Sommer wird nicht zu heiß werden.

Bis der Sommer also mit seiner vollen Energie beginnen wird, sollten wir die angenehmen Tage genießen. Wןr haben ja noch etwas Zeit bis dahin. Zur Zeit ist das Wetter wirklich angenehm, frische Luft und Sonnenschein. Das Titelfoto stammt von heute früh. Es ist der Blick vom Balkon unseres Redaktionsgebäudes.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Meistens bewölkt mit einem leichten Rückgang der Temperaturen. Möglichkeit von leichten Regenschauern, hauptsächlich im Norden des Landes. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 17 Grad, Tel Aviv 19 Grad, Haifa 18 Grad, Tiberias am See Genezareth 23 Grad, am Toten Meer 27 Grad, Eilat am Roten Meer 30 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -213.47 m unter dem Meeresspiegel.

Auf meinem Weg nach Jerusalem habe ich in der Zeitung einen Artikel gelesen, der mich sehr verärgert hat. In der Nacht hat die Knesset, nachdem die vorgezogenen Neuwahlen verhindert werden konnten, den Staatshaushalt für das Jahr 2019 verabschiedet. Bis dahin ist alles in Ordnung. Weiter las ich , dass man eine Haushaltsreserve von 20 Milliarden Shekeln (rund 5 Milliarden Euro) beiseite gelegt hat. Damit sollen unerwartete Ausgaben im Laufe des Jahres gedeckt werden. Auch das ist ja an sich eine gute Idee. Jeder, auch wir, sollten immer etwas beiseite legen, für alle Fälle. Doch dann kam der Punkt im Artikel, der mich sehr verärgert hat. Die monatliche Rente für die älteren Menschen wurde um sage und schreibe 6 Shekel erhöht! Waren es bis jetzt 2097 Shekel , so beträgt die monatliche Zahlung nun 2103 Shekel! 6 Shekel mehr im Monat, noch nicht einmal 1.50 Euro! Eine enorme Summe, nicht wahr? Es handelt sich dabei lediglich um eine Anpassung mit Bezug auf die Inflationsrate, also, es gab keinen Beschluss, die monatliche Zahlung wirklich zu erhöhen. Für die Minister wurde allerdings vor kurzem eine Gehaltserhöhung von 5000 Shekeln (rund 1200 Euro) beschlossen. Was soll man dazu sagen?

Überschrift in der Zeitung Jediot Achronot: “20 Milliarden Shekel Reserve und nur 6 Shekel für die alten Menschen”

Der Abgeordnete der Zionistischen Liste Itzik Shmuli hat bereits angekündigt, einen Gesetzesvorschlag zur Erhöhung der monatlichen Zahlungen an die älteren Menschen einzureichen. Diesmal bin ich mit der Opposition. Man kann nicht 5000 Shekel für die Minister genehmigen und den alten Menschen, denen wir schließlich unsere Existenz hier im Land zu verdanken haben, gerade mal 6 Shekel mehr im Monat bezahlen, so etwas kann man schon als Beleidigung auffassen. Ich bin mir sicher, dass sich die Regierung am Ende für eine Erhöhung der Zahlungen entscheiden wird. Manchmal wird einfach nicht bis zum Ende gedacht, sondern stur nach dem Gesetz gehandelt. Und das ist eben nicht immer genug, man muss auch Menschlichkeit zeigen.

In der Hoffnung, dass die Politiker auch die Stimmen der Schwachen hören werden, wünsche ich Ihnen nun einen angenehmen und erfüllten Donnerstag. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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