Diplomaten besuchen Grenzgebiet zum Gazastreifen

Sonntag, 11. März 2018 |  Yossi Aloni

Um die 70 Diplomaten haben in der vergangenen Woche auf Einladung der stellvertretenden Außenministerin Tzipi Hotovely einen Ausflug in das Grenzgebiet zum Gazastreifen gemacht. Ziel des Ausfluges war es, den in den Botschaften ihrer Länder tätigen Diplomaten die Situation an der südlichen Grenze Israels nahe zu legen und sich über die Bedrohung durch die Terrortunnel der Hamas und die iranische Einmischung im Gazastreifen ein Bild zu machen.

Der Besuch begannin der Gegend des Terrortunnel, der vor einiger Zeit in der Nähe des Übergangs Kerem Shalom entdeckt und von der Armee zerstört worden war. Dabei erhielten die Diplomaten Erklärungen von der stellvertretenden Außenministerin Hotovely und dem stellvertretenden Befehlshaber der Gaza Division, Oberst Avinoam Stolovich.

Tzipi Hotovely erklärte den Diplomaten am Übergang Kerem Shalom, an der Stelle, wo sich der Terrortunnel befunden hatte: „Israel ist nicht zu einem zweiten Gaza in Judäa und Samaria bereit. Israel hat aus dem Verlassen des Gazastreifens im Jahr 2005 gelernt. Wenn Israel ein Gebiet räumt, wird es von einer grausamen Terror-Organisation übernommen. Die Situation is Gaza ist so schwer wegen eines inner-palästinensischen Problems. Israel ist nicht dafür verantwortlich, und dennoch ermöglichen wir jeden Tag die Einfahrt von 400 Lastwagen mit Waren für die Bevölkerung des Gazastreifens. Die Zweistaatenlösung ist nicht mehr relevant. Wenn die internationale Gemeinschaft Stabilität in der Region haben möchte, dann darf man nicht noch einmal diesen Fehler machen, der zu dieser Situation führte“

Besichtigung des Eingangs zum Terrortunnel (Foto: David Salem/Zoog Produktionen)

Oberst Avinoam Stolovich gab danach einen Überblick der Sicherheitslage und zeigte den Diplomaten eine Präsentation der bisher entdeckten Terrortunnel. Dabei sagte er: „Anstatt für die Bevölkerumg zu finanzieren, investiert die Hamas das Geld für den Terror.“

Anschließend bekamen die Diplomaten eine Führung durch den Übergang Kerem Shalom, der für den Transport von Waren in den Gazastreifen dient. Dabei wurde ihnen auch die humanitäre Lage des Gazastreifens erklärt. Unter anderem wurden den Diplomaten gesagt: „Heute haben sie mit den eigenen Augen sehen können, welche zivilen Maßnahmen Israel unternimmt, um einen Zusammenbruch des Gazastreifens zu verhindern und damit auch die Sicherheitslage in der Region stabil zu halten. Die Hamas führt den Terror auf dem Rücken ihrer Bürger aus. Solange wie die Hamas sich nicht vom Terror lösen wird, werden die Bürger weiter zu leiden haben.“

Am Ende fuhren die Diplomaten zusammen mit Tzipi Hotobely in die Stadt Sderot, wo sie sich mit dem Bürgermeister Alon Davidi trafen. Gemeinsam besuchten sie das Ela Zentrum, das zur Erinnerung an Ela Abukasis errichtet wurde, die im Jahr 2005 ihren Bruder mit ihrem Körper bei einem Raketenangriff gerettet hatte. Die damals 17 jährige Ela wurde bei dem Raketenangriff sehr schwer verletzt und erlag später ihren Verletzungen, während ihr Bruder überlebte.

Tzipi Hotovely erklärte: „Dies Geschichte zeigt Ihnen den Geist des Volkes Israel, das trotz des Terrors gegen uns das Leben wählt.“

Die Diplomaten waren sehr interessiert und sagten, dass es sie gefreut habe, zu dieser Führung kommen können, um über die Situation aus der Nähe zu lernen und nicht nur durch Berichte in den Medien. Sie bedankten sich bei der stellvertretenden Außenministerin für diese Initiative.

Bild: Tzipi Hotovely und die Diplomaten (Foto: David Salem/Zoog Produktionen)

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