Israel Heute Morgen

Mittwoch, 7. März 2018 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Heute früh war es noch recht kühl, als ich zusammen mit meiner Tochter gegen 6 Uhr das Haus verließ. Dabei soll es heute besonders warm werden. Da musste dann doch noch der Pullover mit, den ich dann später in meine Tasche stecken werde, denn heute werden hier in Jerusalem 24 Grad erwartet, bei uns in Modiin soll das Thermometer sogar bis auf 27 Grad steigen, so etwas kann man eigentlich schon Sommer nennen. Und morgen soll es noch viel wärmer werden, der erste Sharav ist angesagt.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis teilweise bewölkt. Für die Jahreszeit überdurchschnittlich warm. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 24 Grad, Tel Aviv 26 Grad, Haifa 23 Grad, Tiberias am See Genezareth 25 Grad, am Toten Meer 29 Grad, Eilat am Roten Meer 30 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei -213.52 m unter dem Meeresspiegel.

Da es für „meinen“ Bus heute etwas zu spät war, bin ich, nachdem ich meine Tochter am Bahnhof abgesetzt hatte, einfach im Auto sitzen geblieben und weiter nach Jerusalem gefahren. Es war 6:15 Uhr, um diese Zeit sind die Straßen noch recht frei, so dass ich nach etwa 25 Minuten bereits die Einfahrt nach Jerusalem erreicht hatte. Unterwegs machten elektronische Schilder die Fahrer darauf aufmerksam, dass der Shazar Boulevard, wohl die wichtigste und zentralste Straße Jerusalems, für den Verkehr gesperrt ist. Von dem Beginn der Bauarbeiten für das Riesenprojekt “Jerusalem Gateway” hatte ich Ihnen ja bereits gestern erzählt. Daher bin ich dann gleich nach der Einfahrt in die Stadt links abgebogen, um die Baustellen zu umfahren. Dabei fuhr ich an dem jetzt einer Ruine gleichenden Gebäude des ehemaligen Israelischen Fernsehens, mein früherer langjähriger Arbeitsplatz, vorbeigefahren. Es war ein komisches Gefühl.

Früher war hier viel los, das Gebäude des alten Israelischen Fernsehens (Foto: Dov Eilon)

Jedesmal, wenn ich hier vorbeifahre, kommen die Erinnerungen aus früheren Zeiten zurück. Immerhin war dieses Gebäude 22 Jahre lang für mich wie ein zweites Zuhause. Ich musste an diese apokalyptischen Filme denken, als ich an dieser Ruine vorbeifuhr. Aber es geht immer weiter. Hier wird abgerissen, an anderen Stellen wird gebaut. Jerusalem verändert sich, bekommt ein neues Gesicht. Wir müssen uns damit abfinden. Und eigentlich, liebe Leser, gibt es keinen Grund, traurig zu sein, ganz im Gegenteil. Es ist toll, zu sehen, wie sich Jerusalem immer weiter verändert. Auch ich habe mich verändert, dachte ich, als ich das Gebäude unserer Redaktion erreichte. Und ich bin sehr zufrieden. Wer weiß, vielleicht sollte es so kommen. Wie sonst hätte ich die Gelegenheit bekommen, Ihnen jeden Tag diese unglaublich schöne Stadt Jerusalem ein wenig näher zu bringen.

Unser Redaktionsgebäude im Herzen der Stadt (Foto: Dov Eilon)

Dieser „Guten-Morgen-Artikel“ ist etwas persönlicher geworden, als ich eigentlich geplant hatte. Eigentlich wollte ich noch über die Möglichkeit von vorgezogenen Wahlen sprechen, von den ganzen Kronzeugen, die jetzt angesammelt wurden, um gegen Netanjahu auszusagen. Für die Medien ist das ein wahres Fest. Aber dafür haben wir unsere täglichen Meldungen. Manchmal bin ich selbst überrascht, wie meine morgendlichen Artikel ausfallen.

Und nun wünsche ich Ihnen noch einen wunderbaren und erfüllten Mittwoch. Ein neuer Tag liegt vor uns, er ist einmalig, nutzen Sie ihn. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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