Israel Heute Morgen

Montag, 19. Februar 2018 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

So, der Regen ist erst einmal wieder vorbei, das Wetter hat sich stabilisiert. Es war noch recht kühl, als ich in Jerusalem aus dem Bus stieg, aber immerhin bin ich diesmal nicht nass geworden. Wann der Regen wiederkommen wird, das wissen wir noch nicht. Wie gut uns der Regen getan hat, das können Sie an dem Wasserpegel des See Genezareth sehen, der um satte fünfeinhalb Zentimeter angestiegen ist.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt bis bewölkt mit für die Jahreszeit normalen Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 13 Grad, Tel Aviv 18 Grad, Haifa 16 Grad, Tiberias am See Genezareth 20 Grad, am Toten Meer 22 Grad, Eilat am Roten Meer 23 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um weitere fünfeinhalb Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei -213.75 m unter dem Meeresspiegel.

Oft spreche ich in meinem morgendlichen Artikeln über Probleme im Straßenverkehr, über viel zu viele Unfälle, die mehr Tote fordern als der Terror oder die Kriege, die es hier in Israel leider gab. Ein weiteres schmerzliches Thema sind die Arbeitsunfälle auf den Baustellen, besonders die Unfälle mit Kränen. Gestern passierte wieder eine Tragödie, als in der Stadt Kfar Saba ein Kran umkippte, genau in dem Moment, als neben ihm auf der Straße ein Auto vorbeifuhr. Der Kran stürzte teilweise auf das Auto und zerquetschte es regelrecht. Die Fahrerin des Autos hatte keine Chance, sie war auf der Stelle tot. Wieviel Pech muss man haben, ausgerechnet in der Sekunde, wo der Kran umstürzt, an der Stelle zu sein, wo der Kran auf den Boden knallt. Unfassbar. Kranunfälle sind hier bei uns leider keine Seltenheit. Im letzten Jahr gab es gleich zwei Unfälle, bei denen Kräne umgekippt waren. Im Februar passierte es in der Stadt Ramat Gan, dort wurde ein Wohnhaus erheblich beschädigt. Einen Monat später stürzte in Bat Yam ein Kran um und beschädigte einige Autos auf einem Parkplatz. Wie durch ein Wunder ist dort niemand zu Schaden gekommen.

Drei Kranunfälle innerhalb eines Jahres. Gestern endete es tragisch

Im letzten Jahr begann man endlich, sich mit dem Thema der Kranunfälle mehr zu befassen. Auch die Kranführer meldeten sich zu Wort, sie legten für einige Tage die Arbeit nieder, um auf die Gefahren und auf die mangelnde Sicherheit aufmerksam zu machen. Einige waren nicht mehr bereit, in den Kran zu steigen, bis für mehr Sicherheit garantiert würde. Ich habe mich etwas weiter informiert und bin jetzt noch mehr beunruhigt als vorher. Der Unfall von gestern war der 19. Kranunfall seit dem Jahr 2010 , bei denen insgesamt drei Menschen ums Leben kamen. Um einen Kran zu betreiben, muss er vorher von einem amtlichen Prüfer kontrolliert und freigegeben werden. Und hier ist das Problem. Es gibt im ganzen Land gerade mal 8 Prüfer, acht, die für die Kontrolle von, halten Sie sich fest, mehr als 1700 Kränen verantwortlich sind. Nach der Kontrolle verlangt der Prüfer von der Baufirma, ihn von jeder Verantwortung im Falle eines Unfalls zu befreien. Dies machen sie wegen der vielen Unfälle, die es in den letzten Jahren mit den Kränen gab, sie wollen nicht dafür gerichtlich belangt werden. Die Kontrolle eines Krans kostet dem Betreiber um die 1500 Euro. Kann es sein, dass es deswegen Kräne gibt, die ohne Genehmigung betrieben werden? Jetzt hat es ein Menschenleben gekostet, wird man nun endlich aufwachen und sich ernsthaft mit diesem Thema befassen? Leider ist es oft so, dass immer erst etwas wirklich schlimmes passieren muss, bis man endlich aus den Fehlern lernt. Bei dem Opfer handelt es sich um eine 52 Jahre alte Frau, die Mitten im Leben stand, plötzlich ist es ihr genommen worden, einfach so, in einer Sekunde.

Ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich auch einmal Themen wie diese hier anspreche. Denn auch das ist Teil unseres Alltags hier in Israel.

Gestern sah ich in den Nachrichten den Bericht über die Rede Netanjahus auf der Sicherheitskonferenz in München. Es wurde gezeigt, wie er den im Saal Anwesenden ein Bruchteil der iranischen Drohne präsentierte, die über Israel abgeschossen wurde.

Die vollständige Rede von Netanjahu gibt es hier. Danach wurde der iranische Außenminister gezeigt, wie er Netanjahus Aktion als Zirkus, der keine Beachtung verdient, bezeichnete.

Ich dachte mir dabei nur eins: Wie kann es sein, dass zu einer Sicherheitskonferenz ein Minister eingeladen wird, der ein Land vertritt, dass öffentlich über die Vernichtung eines anderen Landes spricht, Israel. Wieso wird diesem iranischen Minister eine Bühne gegeben? Ich kann das nicht begreifen. Eigentlich ist das unfassbar, oder irre ich mich da?

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen und ruhigen Montag und einen sicheren Beginn der neuen Arbeitswoche, wir müssen einfach etwas aufmerksamer bei unserer Arbeit sein, dann können viele Unfälle verhindert werden. Also, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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