Israel Heute Morgen

Sonntag, 18. Februar 2018 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Was habe ich mir nur dabei gedacht, ohne Regenschirm aus dem Haus zu gehen? Das fragte ich mich, als ich heute früh hier in Jerusalem aus dem Bus stieg und es in Strömen goss. Auch war es noch ziemlich kalt. Zum Glück hatte ich wenigstens eine Mütze in meiner Tasche. So kam ich recht nass in unserer Redaktion an, als es die nächste Überraschung gab: Es gab keinen Strom im Treppenhaus, die fünf Stockwerke bis in mein Büro durfte ich dann auch noch zu Fuß hochsteigen, denn die Fahrstühle gingen natürlich auch nicht. Aber Treppensteigen ist ja gesund. Kaum war ich im Büro, hörte es selbstverständlich auf zu regnen. Bis Mittag wird sich der Regen dann eh von uns verabschieden, in den kommenden Tagen solles trocken bleiben.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt mit einem Anstieg der Temperaturen. Bis zum Mittag vereinzelte Regenschauer, Möglichkeit von Überflutungen in der Judäischen Wüste. Starke Winde. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 14 Grad, Tel Aviv 18 Grad, Haifa 17 Grad, Tiberias am See Genezareth 19 Grad, am Toten Meer 23 Grad, Eilat am Roten Meer 23 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei -213.805 m unter dem Meeresspiegel.

Der Freitag war vom Wetter her noch recht abgenehm, am Abend wurde es dann windig, wie vorhergesagt. Und es regnete, und das nicht zu knapp.

Regen in Modiin

Der gestrige Shabbat war verregnet und begann mit einem richtigen Sturm. Kurz nach 7 Uhr früh wurde es draußen plötzlich wieder dunkel, schwarze Wolken erschienen, begleitet von Blitzen. Der Donner ließ nicht lange auf sich warten. Und dann kam der Sturm. Dummerweise hatte ich es versäumt, die Markisen einzuholen. So fand ich mich dann im Pyjama im Garten wieder, um das nachzuholen. Die Mission hatte Erfolg, ich war klitschnass, aber zufrieden, die Markisen gerettet zu haben.

Am Abend kamen dann die Nachrichten aus dem Süden. Ein Sprengsatz war gegen eine Gruppe israelischer Soldaten eingesetzt worden. Zum Glück haben alle überlebt, doch darüber wurde erst später berichtet. Danach gab es dann Meldungen von Angriffen der Luftwaffe im Gazastreifen (Einzelheiten über die Ereignisse von gestern später in unseren Meldungen). Können wir nicht einmal ein ruhiges Wochenende haben, fragte ich mich. Vor einer Woche hatten wir den Abschuss des Flugzeuges im Norden und jetzt gibt es Probleme im Süden. Wie lange soll das noch so weitergehen? Auf diese Frage wird es wohl so schnell keine Antwort geben. Einerseits wird in den Medien davon gesprochen, dass eine neue Auseinandersetzung mit der Hamas im Gazastreifen nicht zu vermeiden sei und es wohl bald wieder losgehen würde, andererseits hören wir von beiden Seiten immer wieder, dass keiner an einer neuen Runde der Gewalt interessiert sei. Die Frage ist nur, warum die Hamas dann mit dem Feuer spielt. Warum sie jeden Freitag Jugendliche an den Grenzzaun des Gazastreifens bringt, damit sie dort demonstrieren, palästinensische Fahnen an den Zaun hängen und Steine auf die Soldaten werfen können. Ich bin mir leider nicht sicher, ob die Angriffe der Luftwaffe von gestern etwas genutzt haben, obwohl ich ja verstehe, dass man so einen Angriff gegen die Soldaten nicht einfach so hinnehmen kann. Wir müssen jetzt abwarten und sehen, wie sich diese ganze Situation jetzt entwickeln wird.

Eigentlich wollte ich noch ein paar Worte zu den letzten Äußerungen des polnischen Ministerpräsidenten sagen, aber das würde mich jetzt zu sehr verärgern. Es geht natürlich um dieses unglaubliche polnische Holocaust-Gesetz. Ein Journalist der Zeitung Jediot Achronot fragte den Ministerpräsidenten gestern auf der Weltsicherheitskonferenz in München eine Frage diesbezüglich. Was er als Antwort bekam, das können sie nachher in unseren Meldungen lesen. Ich will mich nicht weiter ärgern. Auch wenn ich verstanden habe, um was es den Polen bei diesem Gesetz geht, dass sie es Leid sind, von “polnischen Vernichtungslagern”, die ja deutsche Lager waren, zu lesen, so ein Gesetz darf man einfach nicht verabschieden. Die Beziehung zwischen Israel und Polen scheinen einen neuen Tiefpunkt zu erreichen.

Und genau jetzt, beim Schreiben dieser Zeilen, kommt draußen für einen kurzen Augenblick die Sonne hervor. Ich wünsche Ihnen , liebe Leser, noch einen angenehmen und ruhigen Sonntag und uns eine gute und friedliche neue Woche, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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