Israel Heute Morgen

Freitag, 16. Februar 2018 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Können Sie es glauben? Es ist schon wieder Freitag. So sehr ich mich schon in der Vergangenheit dazu geäußert hatte, wie schnell so eine Woche vergeht, so muss ich es jetzt noch einmal sagen. Die Woche hat doch gerade erst begonnen! Es war eine sehr intensive Woche, nicht nur in unserer Redaktion, wo wir der neuen Ausgabe unseres Magazins den letzten Schliff gaben, bevor sie gestern in den Druck geschickt wurde, auch bei uns zuhause gab es Veränderungen. Keine Sorge, es waren sehr gute Veränderungen, unsere Tochter, wie Sie vielleicht schon wissen, hatte in der vergangenen Woche endlich ihren Kurs bei der Armee beendet und diese Woche mit ihrem regulären Dienst begonnen, in Tel Aviv. Endlich ist sie nicht mehr so weit von zuhause entfernt, in der nächsten Zeit wird sie jeden Tag nachhause kommen und das ist, besonders für sie, eine enorme Veränderung. Auch der Beginn des normalen Dienstes war etwas, auf das wir alle gewartet hatten. Das war wohl der Grund dafür, dass diese Woche so schnell vergangen ist. Ich wünsche unserer Tochter, dass ihr ganzer Armeedienst jetzt so angenehm weitergehen wird, wie er begonnen hat.

Und jetzt haben wir wieder Wochenende, die ganze Familie ist wieder vereint. Aus den Fehlern der letzten Wochen habe ich übrigens gelernt, ich musste heute früh nicht mehr schnell noch zum Einkaufen fahren, es war alles schon bereit, sogar das Essen für heute und den Shabbat ist Dank meiner Frau schon fix und fertig.

Das Wochenende kann beginnen. Einer von mehreren Töpfen, die darauf warten, geleert zu werden (Foto: Dov Eilon).

Das erinnert mich an ein Sprichwort, dass ich von meiner Frau gelernt habe: „Wer sich am Abend des Shabbat bemüht, der isst am Shabbat.“ Auf Hebräisch klingt das allerdings irgendwie besser, aber Sie verstehen die Bedeutung. Es lohnt sich, alle Arbeiten vor dem Shabbat zu erledigen, damit man sich am Shabbat ausruhen kann, wie es sich gehört. Wir werden an diesem Shabbat zuhause bleiben, denn ab heute Abend wird es wieder etwas winterlich mit Regen, Gewittern und starken Winden.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig mit für die Jahreszeit überdurchschnittlich hohen Temperaturen. In den Bergen im Norden weht ein starker östlicher Wind. In der kommenden Nacht Regenfälle mit Gewittern, Gefahr von Überschwemmungen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 17 Grad, Tel Aviv 20 Grad, Haifa 20 Grad, Tiberias am See Genezareth 24 Grad, am Toten Meer 24 Grad, Eilat am Roten Meer 24 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei -213.81 m unter dem Meeresspiegel.

Und jetzt noch kurz ein etwas ernsteres Thema. Bevor ich heute früh unseren Sohn in die Schule fuhr, schaltete ich kurz den Fernseher ein, um die Nachrichten zu sehen. Es lief das Frühstücksfernsehen. Im Studio sassen zwei Frauen, die gegen ihren Willen und aus sehr traurigen Anlässen bekannt geworden sind, Leah Goldin, Mutter des im Gazastreifen gefallenen Soldaten Hadar Goldin, dessen Leiche von der Hamas festgehalten wird, und Michal Salomon, die Witwe des in Halamish zusammen mit seinem Vater und seiner Schwester ermordeten Elad Salomon. Sie selbst konnte sich zusammen mit ihren Kindern im obersten Stock des Hauses verstecken. Nun sassen diese beiden Frauen zusammen im Studio. Was haben diese Frauen durchgemacht, dachte ich mir, wie haben sie es geschafft, die Energie zu finden, nach vorne zu schauen. Leah Goldin befindet sich in einem gerichtlichen Kampf mit der Regierung, die ihrer Meinung nach nicht genug dafür tut, ihren Sohn Hadar und den zweiten Soldaten Oron Shaul, nachhause zu bringen. Ist es zuviel verlangt, den Sohn zuhause, in Israel begraben zu können? Und Michal Salomon, was für eine Stärke sie zeigt, das beeindruckt mich. Sie erzählt von ihrem ständigen Kampf mit den Behörden, sie habe nicht gedacht, dass man sich um alles selbst kümmern müsse. Sie sagte, sie schaue immer nur auf die volle Hälfte des Glases, sie hat ihre vier Kinder, die den grausamen Angriff zusammen mit ihr und Dank ihr überlebt haben. Diese Frau ist einfach bewundernswert. Mir kamen die Tränen, als ich sie heute im Fernsehen sah, besonders, als sie lächelte, was für eine enorme Kraft sie bekommen haben muss.

Michal Salomon und Leah Goldin, heute früh im Fernsehen (Bildschirmfoto: Dov Eilon)

Irgendwie bekommt das ganze Leben eine andere Perspektive, wenn man diese beiden Frauen sieht, mit was für einem Schicksal sie fertig werden müssen. Wir alle sollten immer zufrieden sein mit dem, was wir haben, immer die volle Hälfte des Glases sehen. Das Leben ist ein Geschenk, das wir nutzen sollten. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, liebe Leser, ein wunderbares Wochenende und einen gesegneten Shabbat. Machen Sie es gut.

Shabbat Shalom aus Modiin!

Dov

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