Israel Heute Morgen

Dienstag, 13. Februar 2018 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Als ich heute früh aufstand, hörte ich schon, dass es draußen regnet. Allerdings hatte ich die Stärke des Regens unterschätzt. Als ich zum Auto ging, goss es in Strömen. Dies war auch einer der Gründe, dass ich mich heute entschloss, mit dem Auto nach Jerusalem zu fahren. Ich hatte keine Lust, durch den Regen bis zur Bushaltestelle zu gehen. Zu Beginn meiner Fahrt, konnte ich kaum die Straße sehen, die Scheibenwischer gaben ihr bestes und arbeiteten auf höchster Stufe. Es ist auch deutlich kühler geworden. Heute werden hier in Jerusalem nur noch 12 Grad am Mittag erwartet. Vor ein paar Tagen waren es noch 24 Grad.

Und hier ist das Wetter für den heutigen Regentag in Israel:

Regenfälle in fast allen Teilen des Landes mit einzelnen Gewittern. Starker Wind und ein deutlicher Rückgang der Temperaturen. Für die Jahreszeit zu kalt. Gefahr von Überschwemmungen. Auf dem Hermon Berg wird es schneien. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 12 Grad, Tel Aviv 17 Grad, Haifa 15 Grad, Tiberias am See Genezareth 17 Grad, am Toten Meer 20 Grad, Eilat am Roten Meer 21 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei -213.86 m unter dem Meeresspiegel.

Als ich in Jerusalem ankam, hatte der Regen nachgelassen. Das war auch sehr gut, denn ich gehe immer zu Fuß vom Parkhaus zum Redaktionsgebäude, das lasse ich mir nicht entgehen. Und so sah es heute früh in der Stadt aus:

Wie in einer Waschküche, Jerusalem heute früh (Foto: Dov Eilon)

Es war nebelig und recht kühl. Ich kam aber gerade noch rechtzeitig ins Büro, denn jetzt regnet es draußen. Ab morgen wird sich das Wetter schon wieder beruhigen und die Temperaturen sollen auch wieder ansteigen.

Und jetzt noch etwas zu dem Ereignis von gestern, wo zwei Soldaten versehentlich in die Stadt Jenin gefahren sind, wo sie fast einem Lynch zum Opfer gefallen wären. Am Abend wurde in den Nachrichten ausführlich darüber berichtet. Es war noch viel schlimmer, als ich gestern dachte. Es wurden nicht nur Steine auf das Auto geworfen, sondern die Soldaten, darunter eine junge Soldatin, wurden auch tätlich angegriffen, der Soldatin wurde auch das Gewehr aus der Hand gerissen, das sie für den Fahrer hielt.

Es wurde ein Video gezeigt, wo man sehen kann, wie gefährlich die ganze Situation war. Man sieht einen palästinensischen Polizisten mit einer Waffe in der Hand. Ohne ihn hätte die ganze Sache gestern wohl einen anderen Ausgang gehabt. Die palästinensischen Polizisten wurden übrigens später von vielen Arabern für ihren Einsatz kritisiert, sie wurden beschuldigt, mit den Israelis zusammen zu arbeiten, sie seien Verräter. Das einzig Gute an dieser schlimmen Geschichte ist, dass die Zusammenarbeit zwischen den palästinensischen und israelischen Sicherheitskräften noch immer funktioniert, trotz der Drohung seitens Mahmud Abbas, nicht mehr mit Israel zu kooperieren wegen der Jerusalem-Erklärung von Donald Trump.

Wie kam es zu diesem verhängnisvollen Irrtum, in die Stadt Jenin hineinzufahren? Die Antwort ist Waze, die israelische und sehr erfolgreiche Navigations-App. Eine falsche Einstellung führte dazu, dass die Soldaten ins Gebiet der Palästinensischen Autonomiebehörde geführt wurden. Allerdings gibt es auf dem Weg Schilder, die davor warnen, in die Gebiete der Palästinenser zu fahren. Das scheinen die beiden Soldaten übersehen zu haben. Man sollte sich auch nie nur auf die Navigations-App verlassen. Mir ist das fast unerklärlich, woe so ein Fehler passieren konnte, denn es war nicht das erste Mal, das sich Soldaten wegen Waze in Palästinenser-Gebiet verirrt hatten. Auch wird innerhalb der Armee immer davor gewarnt. Die Soldatin ist über Nacht im Krankenhaus geblieben, es geht ihr soweit ganz gut, nur hat sie einen enormen Schock erlitten. Hoffentlich geht es ihr bald wieder besser.

Ich bin ein sehr begeisterter Nutzer dieser Navigations-App, aber dennoch sollte man ihr nicht immer glauben. Dann auch hinter ihr stehen noch immer Menschen, die diese App betreuen und irren ist nun mal menschlich.

Und nun wünsche ich Ihnen einen wunderbaren und friedlichen Dienstag. Fahren Sie vorsichtig, wenn Sie unterwegs sein sollten und vertrauen Sie immer nur Ihnen selbst, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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