Israel Heute Morgen

Sonntag, 11. Februar 2018 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Eigentlich hatte ich mir das Wochenende anders vorgestellt. Was das Wetter betrifft, war es noch immer sehr warm, fast wie im Sommer. Gegenüber von unserem Haus, auf dem Hügel, den ich so sehr liebe, weideten einige Kühe. Ich wollte mich gerade etwas in den Garten setzen , um die Sonne zu und den schönen Blick zu genießen, als mich auf meinem Handy eine Meldung eines Bekannten erreichte: „Im Norden geht es aber rund“! Wie jetzt, fragte ich mich, wieso geht es da rund? Dann schaltete ich den Fernseher ein.

Dann verstand ich, dass sich die Lage im Norden erhitzt hatte. Ein Flugzeug unserer Luftwaffe sei abgestürzt, die Piloten konnten das Flugzeug noch rechtzeitig verlassen. Iranische Drohne, syrische Stellungen, Sirenen. Ich musste da erst einmal Ordnung reinbringen. Nach dem ersten leichten Schock war ich dann wieder beruhigt. Alles gar nicht so schlimm. Dramatisch? Sicher, immerhin ist es das erste Mal seit 36 Jahren dass ein israelisches Flugzeug abgeschossen wurde. Einer der Piloten sei schwer verletzt, aber außer Lebensgefahr. Das ist gut. Ich dachte mir, was gewesen wäre, wenn die beiden Piloten auf syrischem Boden runtergekommen wären. Da musste ich gleich an Ron Arad denken, der israelische Luftwaffenoffizier, der im Jahr 1986 zusammen mit dem Piloten das Flugzeug verlassen musste. Der Pilot konnte sich retten und in Sicherheit bringen, Ron Arad wurde von den Libanesen gefangen genommen und galt seitdem als vermisst. Das hätte auch den beiden Piloten von gestern passieren können. Daher war ich doch erleichtert.

Einige Posts auf Facebook gaben zunächst den Eindruck, als würde der ganze Norden Israels unter Angriff stehen. Doch während die israelische Luftwaffe Angriffe auf Ziele in Syrien flog, vergnügten sich tausende Israelis auf dem Hermon-Berg, wo es noch immer etwas Schnee gab. Der Alltag ging weiter. Und so soll es auch sein.

Heute früh schaltete ich den Fernseher ein, um zu sehen, wie es im Norden aussieht. Die Sender übertragen live azs dem Norden, ais Kiriat Shmona. Das ganze morgendliche Frühstücksmagazin wurde vom Norden Israels gesendet. Dort war auch eine ehemaliger Pilot zu Gast, der frpher nicht so viel glück hatte und sein Flugzeug über feindliches Gebiet verlassen musste und sich in Gefangenschaft befand. Was er dort erlebte, möchte ich gar nicht erzählen. So etwas kennt man sonst nur von Filmen.

Das morgendliche Programm live aus Kiriat Shmona (Bildschirmfoto aus unserer Küche)

Was den Hermon-Berg betrifft, so kann er bald auf eine neue Schneelieferung hoffen, denn die „Hitzewelle“ geht jetzt langsam zuende. Ab morgen sollen die Temperaturen deutlich nach unten gehen, dann kommen auch die Regenschauer und Gewitter wieder, die wir schon fast vergessen hatten. Und es wird wieder kalt, für die Jahreszeit sogar zu kalt und auf dem Hermon wird es dann auch wieder schneien.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Meist bewölkt. Während des Vormittags bleibt es noch überdurchschnittlich warm und trocken. Im Verlaufe des Tages erreicht kühlere und feuchtere Luft die Region. Möglichkeit von leichten Regenschauern. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 23 Grad, Tel Aviv 22 Grad, Haifa 23 Grad, Tiberias am See Genezareth 26 Grad, am Toten Meer 26 Grad, Eilat am Roten Meer 29 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren halben Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei -213.885 m unter dem Meeresspiegel.

Hoffen wir, dass den verletzten Piloten bald wieder besser gehen wird und dass es jetzt wieder ruhig sein wird im Norden. Vielleicht haben die Iraner ja verstanden, dass Israel es nicht zulassen wird, dass aus Syrien ein weiterer Libanon gemacht wird. Die Iraner haben dort nichts zu suchen.

Nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen Sonntag und uns in Israel einen guten und friedlichen Start in die neue Woche. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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