„Itamar kommt nicht mehr nachhause“

Dienstag, 6. Februar 2018 |  NAI Redaktion

Itamar Ben Gal, ein 29-jähriger Rabbiner und Vater von vier kleinen Kindern war gestern auf dem Weg zu einer Familienfeier. Er stand an einer Busstation, als ein 19-jähriger israelischer Araber aus Jaffa sich ihm näherte und ein Messer in seine Brust stieß. Dem Opfer gelang es noch, auf die andere Straßenseite zu rennen und an die Tür eines dort stehenden Busses zu klopfen, um um Hilfe zu bitten. Dann brach er zusammen. Wenig später erlag er seiner Verletzung.

Dem Terroristen gelang die Flucht. Ein sich am Ort befindlicher Offizier, der nicht im Dienst war, nahm ihn noch war und fuhr ihn mit seinem Auto an, doch der Terrorist konnte mithilfe eines Autos, das auf ihn wartete, entkommen.

Itamar wurde zu einer Brit Mila Feier eines neugeborenen Neffen seiner Frau erwartet. Es sollte eine Feier werden, die die ganze Familie vereint. Seine Witwe Miriam sagte gestern: „Heute Nachmittag habe ich meinen Ehemann auf dem Boden des Landes Israel verloren. Er wurde ermordet, weil er Jude war. Ich bin hier in meinem Zuhause, dem Haus, zu dem er nicht mehr zurückkehren wird. Wir werden ihn hier in Har Bracha begraben, den Ort, den er so sehr liebte.“

Rabbiner Ben Gal während eines Ausflugs mit Schülern am Eingang zum Tempelberg

Rabbiner Itamar Ben Gal stammte aus der Stadt Rehovot und war Lehrer an der Bnei Akiba Jeshiva in Givat Shmuel. Er war sehr beliebt unter seinen Schülern, die erschüttert von der Meldung seines Todes waren. Eine Psychologin betreut die Schüler und hilft ihnen, mit der schlimmen Nachricht fertig zu werden. Einer der Schüler erzählte über seinen Lehrer: „Er hatte immer ein Lächeln auf dem Gesicht, seit wir ihn kennengelernt hatten. Ausgerechnet heute sagte er , dass die Unterrichtsstunde eine besonders gute gewesen sei. Morgen sollte sie fortgesetzt werden, doch dazu kommt es jetzt nicht mehr.“

Von dem Terroristen fehlt noch jede Spur. Da er während seiner Flucht seine Tasche auf der Straße liegen gelassen hatte, konnte man mithilfe seines sich in der Tasche befindlichen Ausweises seine Identität feststellen. Es handelt sich um den 19 Jahre alten Abed al-Karim Adel Assi aus Jaffa. Sein Vater lebt in Nablus.

Die Hamas begrüßte die Tat und erklärte: „Die Messerattacke ist der Beweis dafür, dass die Al-Quds Intifada weiter besteht.“

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