Zu gut, um wahr zu sein

Freitag, 2. Februar 2018 |  Aviel Schneider

Ein Monat ist vergangen, die christliche Welt hat Weihnachten gefeiert und die Welt ist wegen der jüngsten US‑Deklaration nicht untergegangen. Mit oder ohne Bestätigung – Jerusalem ist Israels rechtmäßige Hauptstadt. Übrigens ärgern sich die arabischen Länder wesentlich weniger über diese Angelegenheit, als die Staaten im Westen, besonders in Europa. In europäischen Medien wurde war von „fürchterlichen Unruhen“ im Land berichtet worden. Leser haben unsere Redaktion in Jerusalem angerufen, um uns zu ermutigen. Sie erkundigten sich nach dem wegen der Jerusalem-Deklaration ausgebrochenen Aufstand. Aber wir konnten sie beruhigen, weil keiner von uns in Jerusalem etwas in dieser Hinsicht wahrgenommen hat. So sieht das verzerrte Bild über Israel aus, nachdem der Präsident der USA gegen den Willen der übrigen Welt eine Entscheidung zu Gunsten Israels traf. „Washingtons Wende in Bezug auf Israel und Jerusalem ist zu schön, um wahr zu sein“, betonten einige Minister. Es ist ein günstiger Zeitpunkt, den Israel nicht verpassen darf.

Was anderen erlaubt ist, muss auch Trump erlaubt sein
Die westliche Presse berichtete mit Genugtuung, dass Trumps Erpressungsversuch in der UN-Vollversammlung gescheitert sei. Von den 193 Mitgliedstaaten (einschließlich PA und Vatikan) haben 128 Staaten, darunter Deutschland, Schweiz und Österreich, die amerikanische Anerkennung Jerusalems verurteilt. Neun stimmten dagegen, 35 Länder enthielten sich und 21 Länder nahmen an der Abstimmung nicht teil.
Immerhin haben somit 65 Länder, ein Drittel der UN-Mitglieder, Trumps Jerusalem Deklaration nicht verurteilt. Was will man von der UNO erwarten, wenn von den 193 Mitgliedstaaten 56 islamische Mitglieder sind und die Bewegung der blockfreien Staaten (100 UN-Mitglieder), die von 2012 bis 2016 von Iran angeführt wurde, automatisch gegen Israel stimmt?
Was der Westen als glorreiche UN-Abstimmung gegen Israel betrachtet, kann man aus israelischer Sicht anders beurteilen. Ein Drittel der UN-Mitglieder blieb standhaft und log diesmal nicht im „Haus der Lügen“ mit, wie Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu die UNO gelegentlich nennt. Aber warum regen sich die europäischen Staaten so über Trumps Erpressungsversuch auf? Sind es nicht die islamischen UN-Mitglieder, die die westlichen Staaten erpressen? Machen dies nicht ebenso die Blockfreien? So ist die Politik, ob es uns gefällt oder nicht. Genau dasselbe hat sich nun auch Donald Trump geleistet, aber diesmal zu Gunsten Israels. Das wird von allen so gehandhabt, auch von Israel und den europäischen Staaten. Die Welt ist dynamisch, und wer das in diesen Tagen nicht recht einsehen will, sind die westlichen Staaten, Völker, die von sich selbst behaupten, pragmatisch, fortgeschritten und demokratisch zu sein.

Unzufriedenheit mit der Palästinenserpolitik
Nach der UN-Abstimmung tat sich ein Riss zwischen den arabischen Ländern und der palästinensischen Autonomiebehörde auf. „Mahmud Abbas paralysiert unsere Beziehungen zu Washington“, sagten arabische Stimmen. In den arabischen Medien wird oft hervorgehoben, dass kein wirklicher Effekt in den arabischen Ländern zu erkennen sei, erst recht nicht in den Palästinensergebieten...

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Bild: Das farbig beleuchtete Jaffator in Jerusalem während des letzten Chanuka-Festes (Foto: Mendy HechtmanFlash90)

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