Israel Heute Morgen

Mittwoch, 31. Januar 2018 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Was für ein wunderschöner Morgen! Als ich heute früh Jerusalem erreichte, war der Himmel strahlend blau. Es war schön, endlich wieder die Sonnenstrahlen zu spüren nach diesen vielen Regentagen. Allerdings ist es früh am Morgen noch immer recht kühl. In der Nacht lagen die Temperaturen bei uns in Modiin bei um die 8 Grad und in Jerusalem waren es gerade mal 6 Grad. Die Sonne wird die Temperaturen jetzt bestimmt nach oben treiben. Bis zu 18 Grad bei uns zuhause in Modiin, hier in Jerusalem bleibt es allerdings mit 12 Grad noch etwas kühl. Aber wir haben ja die Sonne, die uns etwas aufwärmen kann. Regen? Den gibt es erstmal nicht, ganz im Gegenteil, in den nächsten Tagen soll es so richtig warm werden.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis teilweise bewölkt mit einem Anstieg der Temperaturen. Für die Jahreszeit etwas zu warm. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 18 Grad, Tel Aviv 21 Grad, Haifa 21 Grad, Tiberias am See Genezareth 22 Grad, am Toten Meer 24 Grad, Eilat am Roten Meer 23 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um weitere anderthalb Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei -213.95 m unter dem Meeresspiegel.

Jerusalem vom Fenster der Redaktion - Ein neuer Tag beginnt (Foto: Dov Eilon)

Als ich heute früh wie jeden Tag über den Markt ging, sah ich an einem der Verkaufsstände einen Kameramann und vor ihm eine Frau mit einem Mikrofon in der Hand. Es war 6:50 Uhr. Das ist aber früh, dachte ich mir. Und dann erkannte ich die Frau hinter dem Mikrofon, es war eine ehemalige Kollegin von mir, sie hatte als Meteorologin und Reporterin am Israelischen Fernsehen gearbeitet, dem alten öffentlichen Sender und auch mein früherer Arbeitsplatz, den es jetzt nicht mehr gibt. Sigal, so der Name der Reporterin, arbeitet jetzt bei Keshet, einem privaten Sender, der bis vor ein paar Monaten zum Channel 2 gehört hatte. Heute ist Tu BiShvat, darüber schrieb ich ja schon gestern, daher meldete sich Sigal live von einem Verkaufsstand für Trockenfrüchte, die man an diesem Tag isst. Ich schaute kurz in ihre Richtung, doch sie war schon bereit für ihren Live-Bericht, so dass sie mich nicht wahrnahm. Ich ging dann weiter zur Redaktion und dachte mir, dass es interessant wäre, zu sehen, wo meine ganzen ehemaligen Kollegen vom alten Israelischen Rundfunk, die nicht vom neuen Sender übernommen wurden, untergekommen sind. Für viele war das Ende des alten Rundfunks der Beginn einer neuen Karriere.

So sieht das alte Gebäude des Israelischen Fernsehens heute aus, traurig (Foto: Dov Eilon)

Jetzt sitze ich in meinem Büro, ein neuer Tag beginnt. Beim Überfliegen der Nachrichten ärgerte mich eine Meldung ganz besonders. Das irische Parlament will ein Gesetz verabschieden, dass verbietet, geschäftliche Verbindungen mit israelischen Firmen und Israelis aus Samaria, Judäa und dem Osten Jerusalems einzugehen. Sogar irischen Touristen soll verboten werden, Waren von Israelis in Judäa und Samaria und dem Osten Jerusalems zu kaufen. Wer dabei ertappt wird, droht eine hohe Geldstrafe (bis 250.000 Euro!) oder sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren. Unglaublich. Haben die Iren nichts besseres zu tun, dachte ich mir. Was muss Israel für ein schlimmes Land sein, dass sich ein ganzes Parlament darüber den Kopf zerbricht, ein Gesetz zu verabschieden, dass seine Bürger mit einer Haftstrafe droht, sollten sie bei Israelis in Judäa und Samaria und im Osraen Jerusalems einkaufen. Ich hatte früher in Pisgat Zeev gewohnt, das ist ein Stadtviertel im Osten der Stadt und wird von der internationalen Gesellschaft als besetztes Gebiet angesehen. Darf ein irischer Tourist jetzt also nicht mir dort in den Supermarkt gehen? Dem neuen Gesetz zufolge könnte er deswegen sogar im Gefängnis landen. Die spinnen, die Iren.

Heute will sich Ministerpräsident Netanjahu mit dem irischen Botschafter treffen und sich mit ihm über diesen Gesetzesvorschlag unterhalten. Mal sehen, was dabei herauskommt. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Der irische Außenminister hat sich gestern übrigens gegen dieses eigenartige Gesetz ausgesprochen.

Und jetzt wünsche ich Ihnen einen angenehmen und ausgefüllten Mittwoch, haben Sie sich auch ein paar getrocknete Früchte gekauft? Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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