Netanjahu zu Gast bei Putin

Dienstag, 30. Januar 2018 |  NAI Redaktion

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu traf sich gestern während eines kurzen Besuchs in Russland mit dem russischen Präsidenten Vladimir Putin. Nach einem gemeinsamen Besuch im Jüdischen Museum von Moskau zogen sich die beiden Staatsmänner zu einem Gespräch unter vier Augen zurück.

Bei dem Gespräch soll es Berichten zufolge um Raketenlieferungen in den Libanon und die verstärkte militärische Präsenz des Iran in Syrien gegangen sein. Israel wisse, die Lieferung von präzisen Raketen in den Libanon zu verhindern, sagte Netanjahu nach seinem Gespräch mit dem russischen Präsidenten.

Weiter erklärte er vor Journalisten nach seinem Gespräch: „Ich habe soeben ein sehr tiefes und gutes Gespräch mit dem russischen Präsidenten Vladimir Putin gehabt. Ich sagte ihm, dass Israel zwei Entwicklungen mit besonderer Aufmerksam verfolge: Als erstes die Iranischen Bemühungen, eine militärische Präsenz in Syrien aufzubauen und zweitens der Iranische Versuch, im Libanon Präzisionswaffen gegen Israel herzustellen.“

„Ich habe ihm klar gemacht, dass wir keine dieser beiden Entwicklungen dulden werden und dementsprechend handeln werden, sollte dies nötig sein“, sagte Netanjahu weiter.

Bezüglich der Iranischen Bemühungen, seine militärischen Truppen in Syrien zu verstärken, sagte Netanjhau zu Putin, dass er handeln werde, sollte es wirklich dazu kommen.

„Wir stehen vor dem Scheideweg, wird der Iran seine Position weiter verstärken oder den Prozess stoppen. Ich habe Putin gesagt, dass wenn der Iran nicht allein halt mache, werden wir ihn stoppen. Praktisch gesehen, sind wir schon dabei.“

Netanjahu erwähnte auch, dass die syrische Regierung in Damaskus gedroht hätte, den israelischen Ben-Gurion-Flughafen anzugreifen, wenn Israel einen weiteren Angriff in Syrien unternehmen würde. Momentan gäbe es ein Element, das versuche, den Status Quo im Libanon und in Syrien zu verändern - der Iran. Der Iran versuche ununterbrochen, Syrien in eine militärische Kolonie zu verwandeln.

Netanjahu und Putin im Jüdischen Museum in Moskau (Foto: Kobi Gideon/GPO)

Bei dem gemeinsamen Besuch des Jüdischen Museums in Moskau, sagte Netanjahu: „Die wichtigste Lektion, die wir durch den Aufstieg der Nazis und danach den Sieg über sie gelernt haben ist, dass man sich stark und rechtzeitig gegen mörderische Ideologien stellen muss.“

„Das ist heute unsere Mission und ich möchte mit Ihnen über unsere gemeinsamen Bemühungen, für Sicherheit und Stabilität in unserer Region zu sorgen, sprechen und natürlich über die Zusammenarbeit zwischen Russland und Israel“, sagte Netanjahu zu Putin.

Bild: Ministerpräsident Netanjahu zu Gast beim russischen Präsidenten Putin (Foto: Kobi Gideon/GPO)

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