Israel Heute Morgen

Montag, 22. Januar 2018 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Der heutige Tag soll regenfrei bleiben. Wenn ich aus dem Fenster unseres Redaktionsgebäudes schaue, sehe ich einen wolkenlosen blauen Himmel. Den Vorhersagen zufolge wird es wohl der letzte Tag ohne Regen sein in dieser Woche. In unserem Garten habe ich sicherheitshalber schon die Markisen wieder eingezogen, denn außer dem versprochenen Regen soll es ab morgen wieder windig werden.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt mit einem leichten Rückgang der Temperaturen in der Küstenebene. Zunehmende Winde an der Küste. In der kommenden Nacht gelegentliche Regenschauer im Norden und an der Küste, die sich später auf das Zentrum des Landes ausbreiten werden. Vereinzelte Gewitter. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 15 Grad, Tel Aviv 18 Grad, Haifa 17 Grad, Tiberias am See Genezareth 21 Grad, am Toten Meer 24 Grad, Eilat am Roten Meer 23 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um anderthalb Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei -214.20 m unter dem Meeresspiegel.

Die Jerusalemer müssen sich auf zwei schwere Tage einstellen, die Stadt gleicht einer Festung, sehr viele Strassen im Zentrum werden gesperrt sein. Grund dafür ist der Besuch des amerikanischen Vizepräsidenten Mike Pence, der gestern Abend in Israel eingetroffen ist. Wir in Jerusalem kennen das schon: Bei Staatsbesuchen aus den USA wird kaum Rücksicht auf die Bürger genommen, die Sicherheit steht hier an erster Stelle. Und das ist auch richtig so. Wer sein Auto nicht rechtzeitig aus den gesperrten Straßen gefahren hat, hat Pech gehabt. Er kann es sich auf einem Sammelplatz, wohin die Autos abgeschleppt werden, abholen. Über die zu erwartenden Straßensperrungen wurde auf der Internetseite rechtzeitig informiert. Heute werden mehrere Strassen im Stadtzentrum den ganzen Tag hindurch für den Verkehr gesperrt sein.

Mike Pence erreicht Jerusalem, die Einfahrt wurde in eine Richtung vollkommen gesperrt.

Niemand beschwert sich wirklich darüber, dass die beiden kommenden Tage etwas schwieriger sein werden. Wir haben Verständnis dafür, dass die Sicherheit des Vize-Präsidenten an erster Stelle steht. Ich denke, wir alle heißen Mike Pence sehr herzlich willkommen, er ist ein wahrer Freund Israels.

Ich denke momentan allerdings darüber nach, wie ich morgen am besten wieder nachhause nach Modiin komme, dann am Nachmittag, vor dem Abflug von Pence, soll die gesamte Schnellstraße 1, wo mein Bus fährt, gesperrt werden. Vielleicht ist morgen so ein Tag, an dem es besser ist, mit dem Auto zu kommen, dann muss ich mich nicht an die Fahrpläne der Busse richten, sondern kann jederzeit aus Jerusalem wegfahren. Die Straße 443 wird morgen sicher sehr befahren sein, eine andere Alternative gibt es nicht. Man hat uns empfohlen, uns mithilfe der Navigations-App Waze über die Strassensperrungen zu informieren. Die App soll uns dann in Echtzeit den besten Weg nachhause zeigen.

Aber all das ist ja gar nicht so wichtig. Viel wichtiger ist doch der Besuch von Mike Pence selbst. Heute soll er in der Knesset sprechen, die Abgeordneten der arabischen Vereinigten Liste haben schon angekündigt, ihn zu boykottieren, und während seiner Rede nicht anwesend zu sein. Es ist schon etwas fragwürdig, ob sich Abgeordnete eines Parlaments so verhalten dürfen. Das ist sicherlich nicht der richtige Weg, dem Frieden etwas näher zu kommen.

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen und friedlichen Montag, einen guten Start in die Arbeitswoche. Hier in Jerusalem werden wir uns mit dem Besuch von Mike Pence schon irgendwie arrangieren, sein Besuch ist wichtig. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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