Israel Heute Morgen

Sonntag, 7. Januar 2018 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Es ist wieder ruhig geworden bei uns, der Sturm ist vorbei, schon gestern schien wieder die Sonne, der Winter legt jetzt erst einmal wieder eine Pause ein. Es hat sehr viel geregnet am Freitag, besonders im Norden und das war sehr gut für den See Genezareth. Sein Wasserpegel ist durch die Regenfälle um satte siebeneinhalb Zentimeter gestiegen, eine enorme Zahl, finden Sie nicht auch? In den kommenden Tagen soll es jeden Tag etwas wärmer werden, sogar überdurchschnittlich warm. Die Wolken sind verschwunden. Ein schöner Wochenanfang.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter mit einem Anstieg der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 14 Grad, Tel Aviv 21 Grad, Haifa 18 Grad, Tiberias am See Genezareth 21 Grad, am Toten Meer 22 Grad, Eilat am Roten Meer 22 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist am Wochenende um siebeneinhalb Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei -214.28 m unter dem Meeresspiegel.

Es könnte ein fantastischer und angenehmer Anfang der Woche werden, doch hier in Jerusalem liegt ein unangenehmer Geruch in der Luft, besonders am Machane Jehuda Markt , an dem ich jeden Morgen auf meinem Weg zur Redaktion vorbeigehe.

Es stinkt. Wachsende Müllberge in den Straßen Jerusalems (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)

Auch heute wird in der Stadt Jerusalem gestreikt. Bürgermeister Nir Barkat hat dem Finanzministerium den Kampf angesagt und fordert eine Erhöhung des sogenannten “Hauptstadt-Zuschusses", den die Stadt Jerusalem jedes Jahr bekommt. Daher begann er am vergangenen Donnerstag mit einem Streik der Stadt, Müllberge wurden vor die Knesset und dem Finanzministerium aufgehäuft, auch auf dem Mahane Jehuda Markt blieb der Müll liegen. Im Rahmen seines Kampfes für den Zuschuss ordnete Barkat jetzt die Entlassung von mehr als 2000 Angestellte der Stadt an. Und das hat jetzt natürlich die Gewerkschaft aufgeweckt. Sie rief heute zu einem Streik sämtlicher städtischen Dienste aus, darunter fällt auch die Müllabfuhr. Die Müllberge wachsen weiter. Die Situation ist nun etwas verwirrend, die Jerusalemer wissen gar nicht mehr, wer nun gegen wen streikt. Erst war es der Bürgermeister selbst, doch jetzt protestieren die Angestellten gegen ihn, gegen die angekündigten Entlassungen. Am Freitag wurde soger Müll vor dem Haus von Nir Barkat aufgehäuft, auf den Schildern auf der Saitenbrücke wurde der Name von Kachlon mit dem von Nir Barkat ersetzt. Jetzt wird Barkat beschuldigt, nichts für Jerusalem zu tun.

Ein echtes Durcheinander also, „Balagan“ auf Hebräisch. Ich verstehe nicht, warum es jedes Jahr im Januar diesen Streit gibt. Auch vor einem Jahr wurde vom Bürgermeister mit der Kündigung der Angestellten der Stadt gedroht, sollte die Regierung nicht ihrer Zahlungsverpflichtung gegenüber Jerusalem nachkommen, Warum also müssen die Bürger der Stadt, der Hauptstadt Israels wieder darunter leiden? Es sollte schnell eine Lösung gefunden werden, nicht nur für jetzt, für immer. Was denken die Touristen, die heute nach Jerusalem kommen?

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen angenehmen und friedlichen Sonntag, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

Möchten Sie mehr Nachrichten aus Israel erhalten?
Klicken Sie hier um den KOSTENLOSEN täglichen Newsletter per Email zu erhalten.

Aktuelle Ausgabe

FERIENWOHNUNG IM HERZEN VON JERUSALEM

Informationen unter:

E-Mail: info@israelheute.com

TEL.: 00972-2-6226880