Trumps Jerusalem Deklaration: Alles andere als offensichtlich

Freitag, 8. Dezember 2017 |  Tsvi Sadan

Nach 70 Jahren hat die USA unter Präsident Trump Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkannt und auch wenn manche sagen könnten, dass er nur das offensichtliche gesagt hat, zeigt die Tatsache, dass es so lange gedauert hat, dass Trumps Entscheidung alles andere als offensichtlich war.

Dass sich die meisten Länder weigern, Jersualem als Israels Hauptstadt anzuerkennen, zeigt, dass die jüdische Souveränität im heiligen Land weiterhin für die meisten unakzeptabel ist.

Obwohl immer wieder von „Besatzung" gesprochen wird, dient Jerusalem seit 1948 als de Facto Hauptstadt Israels. Dass die Tschechische Republik so schnell den Vorgaben Donald Trumps gefolgt ist, zeigt, dass sie diese Realität schon lange erkannt haben. Die Tschechen erkannten Israels Souveränität zwar nur über Westjerusalem an, aber andere europäische Mächte, wie Deutschland, Großbritannien und Frankreich leugnen weiterhin sogar dies. Viele Nationen weigern sich weiterhin, eine vollständige jüdische Souveränität sogar innerhalb der Grenzen von 1949 anzuerkennen.

Es kann nicht rationale erklärt werden, dass die Völker die jüdische Souveränität im heiligen Land so vehement ablehnen. Trump selbst gab die Erklärung für dieses Verhalten: Der religiöse Status der Stadt für das Judentum, Christentum und den Islam unterscheidet Jerusalem von allen anderen Hauptstädten der Welt. Aus diesem Grund kann der Vatikan die Entscheidung Trumps nicht akzeptieren, auch nicht die Moslems und ebenso Europa.

Die irrationalen Gefühle im Bezug zu Jerusalem sind jedoch gut getarnt. Anstatt über Religion spricht der Westen über Frieden. Er hat sich zu lange vorgemacht, dass der Teilungsplan von 1947 das Schicksal Jerusalems als geteilte und internationale Stadt besiegelt hat. Die Geschichte hat jedoch zweifelsfrei gezeigt, dass dies nur zu Krieg geführt hat. Trump war in seiner Rede weise genug, auch dies anzusprechen:

„Nach mehr als zwei Jahrzehnten von Verzichtserklärungen der USA sind wir einem wahren Frieden zwischen Israelis und Palästinensern nicht näher gekommen,"erklärte er. „Es wäre eine Torheit anzunehmen, dass die gleiche Formel jetzt zu einem besseren Ergebnis führen wird."

„Narren wiederholen ihre Dummheiten," heißt es im Buch der Sprüche und das ist genau, was der US-Präsident versucht hat zu erklären.

Bei all dem Lob, den Trump für seinen Schritt verdient hat, sollte man jedoch nicht vergessen, dass er den Juden vom gesamten Tempelberg nur die Klagemauer zugesprochen hat. Das ist traurig, denn wenn Jerusalem das Herz Israels ist, wie Trump es richtig erkannt hat, so ist der Tempel das Herz Jerusalems. Unter allen Staatschefs der Welt sollte er wissen, dass wenn Israel der Körper ist, dann ist Jerusalem das Herz. Die Blockierung der Herzkranzgefäße werden den Patienten sehr krank machen. Es wäre jedoch noch schlimmer, wenn man das Herz in einen anderen Körper verpflanzt, in einen palästinensischen Staat, wie es Europa fordert, denn das wäre ein Todesurteil.

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