Mahmud Abbas startet Kampagne, die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels zu verhindern

Sonntag, 3. Dezember 2017 |  NAI Redaktion

Über das Wochenende versuchte der Vorsitzende der palästinensischen Autonomiebehörde. Mahmud Abbas, zu verhindern, dass die US-Regierung offiziell Jerusalem als die Hauptstadt Israels anerkenne. Er begann eine diplomatische Kampagne, bei der er mit führenden Personen aus aller Welt sprach mit dem Versuch, sie dazu zu bringen, Druck auf Washington auszuüben, damit dieser Schritt verhindert wird.

Archivbild: Mahmud Abbas (Foto: Flash90)

Am kommenden Mittwoch plane die US-Regierung, die Anerkennung Jerusalems als Haupttstadt Israels zu veröffentlichen, meldeten amerikanische Medien. Abbas sprach unter anderem telefonisch mit dem jordanischen König Abdallah II, mit Ägyptens Präsident Abdel Fatah al-Sisi, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem Emir Tamim bin Hamada Al Thani von Qatar. Mahmud Habash, einer der engsten Ratgeber von Abbas, sagte am Samstag, dass, wenn US-Präsident Trump diesen Schritt ausführen würde, dies eine totale Zerstörung des Friedensprozesses zur Folge habe. „Die Welt wird den Preis dafür zahlen, sollte der Status Jerusalems geändert werden“, sagte Habash im Beisein von Abbas.

Auch die arabische Liga verurteilte diesen Schritt und warnte, dass es dem Extremismus und der Gewalt Öl in die Flammen gießen würde. „Wir sagen es ganz deutlich, dass diese Aktion nicht gerechtfertigt ist. Es wird nicht dem Frieden oder der Stabilität dienen“, so der Generalsekretär der Arabischen Liga, Ahmed Aboul Gheit, in einer Mitteilung auf der Webseite der Liga am Samstag. „Es wird nur einer Seite dienen – der israelischen Regierung, die gegen einen Frieden ist.“

Auch der Chef-Unterhändler der PA und Generalsekretär des Exekutiv-Komitees der PLO, Saeb Erekat, warnte, dass eine amerikanische Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt die Jerusalem-Angelegenheit beenden werde. „Dies ist eine schwerwiegende Angelegenheit und sich damit anzulegen ist ein Spiel mit dem Feuer“, sagte er.

Hamas warnt vor neuer Intifada

Archivbild:Hamas-Kämpfer in Gaza (Foto: Abed Rahim Khatib Flash90)

Die Hamas im Gazastreifen drohte damit, die „Jerusalem-Intifada“ wieder anfachen zu wollen, denn „diese Entscheidung repräsentiert einen Angriff der USA auf die Stadt und würde Israel Legitimität über Jerusalem verleihen.“ Außerdem würde dies gegen das internationale Gesetz gehen, was Jerusalem als besetztes Gebiet ansieht und würde Israel ein Schutzschild geben, die Judaisierung Jerusalems und den Rauswurf der Palästinenser aus der Stadt fortzuführen. Wir rufen das palästinensische Volk auf, als ein undurchdringliches Tor und als hohe Wand gegen diese Entscheidung zu stehen und die Jerusalem-Intifada wieder anzutreiben.“

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