Israel Heute Morgen

Dienstag, 28. November 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Genau in dem Moment, als ich gestern Nachmittag unsere Redaktion verließ, fing es an zu regnen. Zum Glück waren es nur vereinzelte Tropfen, die sich erst zu einem stärkeren Regen entwickelten, als ich schon im Auto sass. Demonstrationen gab es gestern nicht, so dass ich zügig aus Jerusalem herauskam. Nach einigen Kilometern war es plötzlich trocken, der Regen war in Jerusalem geblieben. Heute früh scheint wieder die Sonne von einem strahlend blauen Himmel, es ist sogar etwas wärmer geworden. Ganze 18 Grad sollen heute in Jerusalem erreicht werden, bei uns in Modiin werden angenehme 22 Grad erwartet. Winter kann man das nicht nennen.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig mit für die Jahreszeit üblichen Temperaturen. In der kommenden Nacht kann es im Norden des Landes zu vereinzelten Regenschauern kommen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 18 Grad, Tel Aviv 22 Grad, Haifa 21 Grad, Tiberias am See Genezareth 24 Grad, am Toten Meer 24 Grad, Eilat am Roten Meer 25 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -214.34 m unter dem Meeresspiegel.

Auch heute sind sich die drei Zeitungen wieder einig was die Hauptschlagzeile betrifft. Hier unser täglicher Blick auf die Titelseiten der Tageszeitungen von heute:

Die Titelseiten von heute. Von links nach rechts: Maariv, Jediot Achronot, Israel Hayom

“Das Empfehlungs-Gesetz des Likud ist durch: Kachlon versprach, dagegen zu sein, unterstütze aber“, lautet die Überschrift der Zeitung Maariv. Bei dem sogenannten “Empfehlungs-Gesetz” handelt es sich um einen Gesetzesvorschlag der Likud-Partei, der der Polizei untersagen soll, nach einer Untersuchung Empfehlungen für eine Anklage auszusprechen. Dieses Gesetz wird heftig kritisiert, es würde sich um ein Gesetz für einen Mann handeln, für Ministerpräsident Binjamin Netanjahu. Das Gesetz soll nämlich auch für schon laufende Untersuchungen gelten, wie die Untersuchungen der verschiedenen Affären von Netanjahu, wie die sogenannten Akten 1000 und 2000. Die Opposition ist empört. Eine weitere Schlagzeile befasst sich mit unserem UN-Botschafter Danny Danon. “Danny Danon machte Politik auf Kosten der Öffentlichkeit“, heißt es dort. Es geht hier um eine Untersuchung der TV-Nachrichten „HaChadashot“ (Die Nachrichten) von Kanal 12 und 13, wonach Danon hohe Geldbeträge der „Welt Zionisten Organisation“ (World Zionist Organisation) benutzt habe, um Likudmitgliedern, die ihn unterstützen, gute Jobs zu besorgen. Dadurch hätte Danon sich seinen Weg an die Spitze des Likud gebahnt und in die Vereinten Nationen. Allerdings wird trotz der Anschuldigungen bestätigt, dass Danny Danon bei den Vereinten Nationen eine sehr gute Arbeit macht. Danon seinerseits weist diese Anschuldigungen natürlich zurück. Jetzt muss erst einmal abgewartet werden, wie sich die Dinge entwickeln. EIne letzte Schlagzeile befasst sich mit dem erfolgreichen Versuch ,mithilfe des Iron Dome, Ziele im Meer gegen Raketen zu verteidigen. “Eiserne Kuppel auch im Meer“, lautet die Überschrift. Jetzt können auch die Gasfelder Israels im Mittelmeer verteidigt werden.

Kommen wir zur Zeitung Jediot Achronot. “Eine Schande“, schreibt die Zeitung in großen Buchstaben und kommentiert so die Meldung, dass die Knesset das sogenannte „Empfehlungs-Gesetz“ in einer ersten Lesung genehmigt hat. Jediot Achronot ist bekannterweise kein großer Freund des Ministerpräsidenten und nennt das neue Gesetz ganz einfach „Das Bibi-Gesetz“, da es auf ihn zugeschnitten sei. Auch wird erwöhnt, dass Finanzminister Moshe Kachlon (Kulanu) versprochen hatte, gegen das Gesetz zu stimmen, dieses Versprechen nicht einhielt und dafür stimmte. Die Überschrift im oberen Teil der Seite befasst sich mit einem viel erfreulicheren Thema. “70 für das „JA“ der Vereinten Nationen“. Es ist nun 70 Jahre her, das die UNO für den Teilungsplan stimmte und damit den Weg zur Gründung des Staates Israel bahnte. heute wird diese Abstimmung in New York in dem alten Gebäude, wo die Abstimmung am 29. November 1947 stattfand, nachgespielt werden unter Teilnahme der Länder, de damals mit „Ja“ gestimmt hatten.

Auf der Rückseite der heutigen Ausgabe hat die Zeitung die Titelseite vom 30.11.1947 abgedruckt, der Tag nach der Abstimmung

Dann gibt es unten rechts eine kurze Meldung von einer gewaltigen Explosion in Jaffa, ein Geschäft ist dort wahrscheinlich wegen Gasballons explodiert, ein dreistöckiges Haus brach in sich zusammen, dies geschah in der Nacht, so dass Einzelheiten erst heute bekannt werden. “Die Explosion, die Jaffa aufschreckte“. Später wurde in den Medien gemeldet, dass drei Menschen durch die Exlosion ums Leben gekommen sind. Schuld an der Explosion scheinen Gasballons gewesen zu sein, die sich in dem Geschäft befanden.
Unten auf der Seite wird dann noch von der Verlobung von Prinz Harry mit der Schauspielerin Meghan Markle berichtet, “Prinzessin Markle“, heisst die Überschrift. Etwas Regenbogenpresse wird bei Jediot Achronot immer gerne gesehen.

Und zum Schluss ein Blick auf die Titelseite von Israel Hayom. Sie beginnt mit einer Exklusivmeldung. ”Ägypten übt Druck auf Mahmud Abbas aus: Nimm die Verhandlungen mit Israel wieder auf”. Ägypten möchte eine vereinigte Front gegen den Iran und den Terror-Organisationen schaffen, daher sollten die Friedensverhandlungen wieder aufgenommen werden. Nebenbei erwähnt die Zeitung auch den erfolgreichen Versuch des Iron Dome über dem Meer. Und dann geht es wie bei den anderen Zeitungen um das wichtigste Thema des Tages. ”Das Empfehlungs-Gesetz - zur Genehmigung im Schnellverfahren”. Empört zeigt sich die Zeitung im Gegensatz zu Jediot Achronot nicht, was nicht überrascht. Eine weitere Meldung berichtet über eine neue Verordnung der Armee bezüglich Computer mit streng vertraulichen Inhalten, die von Offizieren mitgenommen werden wollen. Diese müssen ab jetzt die Genehmigung direkt vom Generalstabschef oder seinem Stellvertreter einholen, sonst muss der Computer in der Basis bleiben. “Ihr nehmt eine vertraulichen Computer nach draußen? Fragt den Generalstabschef“, heißt die Überschrift. Im Hintergrund ist hier der Fall eines Offiziers, der vor etwas einem Jahr einen Computer, die streng vertrauliche Informationen enthielt, mit nachhause genommen hatte. Mittlerweile ist er aus dem Dienst ausgeschieden. Und als letzte Meldung wird auch hier von der Verlobung des britischen Prinzen Harry berichtet. “Das verliebte Königreich“, lautet die Überschrift. Es muss doch auch mal ein paar schöne Geschichten auf der Titelseite geben.

Das war unser heutiger Blick auf die Titelseiten der Zeitungen. Nun wissen Sie, über was wir heute in Israel reden werden. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen und wunderbaren Dienstag, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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