Israel Heute Morgen

Sonntag, 26. November 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Eine neue Woche hat begonnen. Das Wetter am Wochenende hat es gut gemeint mit uns, es war etwas bewölkt, doch hier und da schaute die Sonne durch die Wolken, die Temperaturen waren ideal für einen Ausflug in die Natur. Am Freitag Nachmittag sah es so aus, als würden wir einen ordentlichen Regenschauer bekommen, wie Sie auf dem heutigen Titelbild sehen können. Die Natur gab uns wunderschöne Motive. Heute früh strahlt die Sonne, gegen Mittag soll sich das Wetter jedoch ändern, man hat uns Regen und Gewitter vorhergesagt. Und das ist ja auch gut so.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Zunächst heiter später teilweise bewölkt. Starke östliche Winde in den Bergen im Norden. Gegen Mittag kann es im Zentrum des Landes zu vereinzelten Regenschauern, begleitet von Gewittern, kommen. In der kommenden Nacht vereinzelte Regenschauer mit Gewittern an der Küste. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 16 Grad, Tel Aviv 21 Grad, Haifa 21 Grad, Tiberias am See Genezareth 24 Grad, am Toten Meer 24 Grad, Eilat am Roten Meer 24 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei -214.325 m unter dem Meeresspiegel.

Politisch gesehen ist es am Wochenende recht stürmisch geworden. Diesmal scheinen sich die drei Zeitungen einig zu sein, sie haben alle dasselbe Thema als Hauptschlagzeile gewählt. Es geht um den Shabbat. Hier also unser Blick auf die Titelseiten der heutigen Tageszeitungen:

Die Titelseiten von heute. Von links nach rechts: Maariv, Jediot Achronot, Israel Hayom

"Nach dem Rücktritt Litzmans: Religiöse Gesetzgebung wird vorangetrieben“, lautet die Überschrift bei der Zeitung Maariv. Noch-Gesundheitsminister Litzman von der Jüdischen Tora-Partei (Jahadut Hatora) scheint seine Drohung nun tatsächlich wahr zumachen und wird heute seinen Rücktritt einreichen. Es geht um die Wartungsarbeiten der Bahn am Shabbat. die Partei Litzmans will nicht Teil einer Entehrung das Shabbats sein, die angebotenen Lösungsvorschläge waren ihr nicht ausreichend. Sein Rücktritt wird höchstwahrscheinlich das Ziel der Thorapartei, die weiterhin in der Koalition bleiben wird, erreichen: Die Regierung wird sich jetzt sehr intensiv mit der Gesetzgebung bezüglich von Arbeit am Shabbat befassen. Die orthodoxen Partien würden sehr gerne sehen, dass das Innenministerium unter Arie Deri die Kompetenz bekommt, auch über die städtischen Verordnungen bezüglich des Shabbats zu entscheiden, was dann auch wieder die Entscheidung über offene Geschäfte am Shabbat in Tel Aviv in Frage stellt. Die zweite grössere Schlagzeile beschäftigt sich mit dem grausamen Terroranschlag auf der Sinai-Halbinsel: ”ISIS massakrierte hunderte von Betenden in einer Moschee im Sinai” Ein fürchterlicher Anschlag, wo Moslems andere Moslems grausam ermorden, in einer Moschee. Da fehlen einem einfach die Worte.

Die Zeitung Jediot Achronot befasst sich in ihrer Hauptschlagzeile ebenfalls mit dem Streit um die Arbeiten am Shabbat: ”Er geht nach draußen” , lautet die Überschrift. Damit ist natürlich Gesundheitsminister Litzman gemeint. Dabei wird unter anderem seine Ansicht bezüglich der Tatsache, dass im Fall von Arbeiten innerhalb der Woche Züge gestrichen und Bahnhöfe geschlossen werden müssen und tausende von Soldaten Probleme haben werden, in ihre Basen zu fahren, zitiert. “Die Soldaten? Sie können mit dem Bus fahren”, sagte er. Das hat viele verärgert, denn so einfach, wie es klingt, ist es leider nicht, wenn tausende von Soldaten nach dem Wochenende wieder zu ihren Kasernen fahren müssen. Chaotische Zustände sind da leider vorprogrammiert. Dann wird natürlich auch der Anschlag auf der Sinai-Halbinsel erwähnt: “305 Opfer”, lautet die Überschrift kurz. Es handelte sich um den größten Anschlag, den es je in Ägypten gegeben hat. Eine letzte Schlagzeile befasst sich mit unseren Soldatinnen. ”Die ersten Panzerfahrerinnen”. Nach einem achtmonatigen Kurs werden die ersten 13 Panzerfahrerinnen ihren Dienst beginnen und damit Geschichte schreiben. Allerdings sollen sie nur an Grenzen zu Ländern, mit denen Israel einen Friedensvertrag hat, eingesetzt werden. Hochachtung für diese Soldatinnen, sie werden bald mit ihren Panzern an der südlichen Grenze eingesetzt werden.

Und jetzt bleibt und noch die Zeitung Israel Hayom. Auch sie beschäftigt sich in erster Linie mit der Krise um den Shabbat: ”Litzman ist zurückgetreten, Gesetze für den Shabbat werden vorangetrieben” . Heute wird sich der Ministerausschuss für Gesetzgebung versammeln und über eine Einschränkung von Arbeiten am Shabbat beraten. Mal sehen, was dabei herauskommen wird. Neuer Gesundheitsminister wird jetzt erst einmal Binjamin Netanjahu sein. Natürlich befasst sich eine weitere Überschrift auch mit dem Anschlag in Ägypten: ”Ägypten schockiert vom Massaker - und kämpft: Zig ISIS Terroristen liquidiert”. Eine letzte Überschrift befasst sich mit dem 4. Todestag des berühmten und von allen Israelis geliebten Sängers Arik Einstein. Auch Sie, liebe Leser kennen bestimmt einige seiner Lieder, sie sind ein unzertrennbarer Teil Israels.

Arik Einstein: Atur Mitzchech

Das war unser Blick auf die heutigen Tageszeitungen. Wie sie sehen, wird auch in dieser Woche nicht langweilig sein. Wie es jetzt mit dem Streit un den Shabbat weitergehen wird, darüber werden wir Sie natürlich weiterhin informieren. Ich denke aber, dass es keine Lösung geben wird, die alle Seiten zufriedenstellen wird, so eine Lösung gibt es vielleicht nicht.

Und jetzt wünsche ich Ihnen einen angenehmen und friedlichen Sonntag, hier bei uns wird schon wieder fleißig an der nächsten Ausgabe unseres Israel Heute - Magazins gearbeitet, damit Sie es noch vor Weihnachten in Ihren Briefkästen finden können. Übrigens können Sie nur noch bis morgen ein Zweijahres-Abo für 70 Euro statt 116 Euro bekommen, alle Abo-Möglichkeiten gibt es hier. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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