Breaking the Silence: „Falscher Palästinenser verhört!“

Sonntag, 19. November 2017 |  NAI Redaktion

Nachdem die Staatsanwaltschaft in der letzten Woche ein Verfahren gegen den Sprecher der Organisation „Breaking the Silence“, Dean Issacharoff, der behauptet hatte, während seines Dienstes in der israelischen Armee einen Palästinenser geschlagen zu haben, eingestellt hatte und damit die Organisation in Verlegenheit gebracht hatte, behauptet die Organisation nun, bei der Untersuchung sei der falsche Palästinenser befragt worden. Hassan Julani sei nicht der Palästinenser, der von Issacharoff geschlagen worden sei.

Die Untersuchung Staatsanwaltschaft habe sich auf ein Foto von Hassan Julani zusammen mit Issacharoff bezogen. Doch sofort nachdem Issacharoff das Foto sah, hätte er erklärt, dass es sich nicht un dem Palästinenser handele, den er während seines Armeedienstes geschkagen hätte, erklärte die Organisation.

Dean Issacharoff veröffentlichte auf der Facebookseite der Organisation ein Video, in dem er erklärte, dass sein Kamerad, der Zeuge des von ihm geschilderten Vorfalles gewesen sein soll, unverständlicherweise nicht Teil der Untersuchung war. Im Video kommt dann dieser Kamerad, Reuven Silverstone, zu Wort und bestätigt den von Issacharoff erzählten Vorfall.

Wer hat Recht? Bei 0:38 spricht der ehemalige Kamerad (auf Englisch), der mit Issacharoff in Hebron seinen Armeedienst leistete, und bestätigt den Vorfall.

Die Staatsanwaltschaft weisst die Anschuldigung, sie habe den Palästinenser, der angeblich geschlagen worden sei, nicht verhört, zurück. Issacharoff habe in seinem Verhör selbst erklärt, er habe die nötige Menge an Gewalt benutzt, um dem Palästinenser Handschellen anzulegen. Weiter erklärten Beamte der Staatsanwaltschaft, dass die Angaben von Issacharoff mir denen des befragten Palästinensers identisch gewesen seien.

Video: Der Sprecher von "Breaking the Silence" erzählt, wie er einen Palästinenser geschlagen hätte.

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